Nach Anklage wegen Volksverhetzung – Bremer Pastor wird beurlaubt

03. 07. 2020 um 15:10:10 Uhr | BremenNews-Redaktion
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Am 2. Juli hat die Bremer Staatsanwaltschaft Anklage gegen den Pastor der Bremer St.-Martini-Gemeinde wegen Volksverhetzung erhoben. Einen Tag später, am 3. Juli, teilte die Gemeinde mit, dass sich der Pastor Olaf Latzel bis zum 24. August in den Urlaub begeben wird und so lange alle dienstrechtlichen Maßnahmen ausgesetzt sind.

Laut Anklage soll der Bremer Pastor Olaf Latzel in einem Ehesemniar am 19. Oktober 2019 feindliche Äußerungen gegen Homosexuelle getätigt haben. Unter anderem soll er Homosexuelle als Verbrecher und Homosexualität an sich als „Degenerationsform der Gesellschaft“ beschrieben haben.

Latzel wird beurlaubt

Wie die Pressestelle der Bremer Evangelischen Kirche (BEK) mitteilte, fand am Vormittag des 3. Juli ein Dienstgespräch mit dem Pastor statt. Man habe sich im Gespräch darauf geeinigt, dass Olaf Latzel vom 9. Juli bis 24. August in den Urlaub gehen werde. Mitte August solle dann ein erneutes Gespräch stattfinden.

„Der Tatvorwurf und die Klage sind schwerwiegend“,  begründete Schriftführer Kuschnerus diesen Schritt. „Pastorinnen und Pastoren haben eine Vorbildfunktion und eine Vertrauensposition. Sie tragen durch ihr Amt eine besondere Verantwortung. Sie haben sich an geltendes Gesetz zu halten. Dass Äußerungen eines Pastors Anlass zu einer Anklage wegen Volksverhetzung gegeben haben, erschüttert mich zutiefst.“

Das Team von „buten un binnen“ (Radio Bremen) hat alle Details zum Fall noch einmal in einem Video zusammengefasst:

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Symbolbild: Nach einer Anklage gegen einen Pastor der Bremer St.-Martini-Gemeinde wird dieser vorübergehend beurlaubt. Bildquelle: hochzeitsfotograf  / pixelio.de




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