Angriff auf den Hauptsitz der Bremer AWO – Staatsschutz ermittelt

29. 04. 2020 um 15:16:13 Uhr | BremenNews-Redaktion
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Unbekannte haben in der Nacht zum 29. April, gegen 1.30 Uhr am Hauptsitz der Bremer Arbeiterwohlfahrt randaliert. Sie zerstörten unter anderem die Scheibe der Eingangstür und beschmierten die Wände mit Farbe. Der Staatsschutz ermittelt. Die Polizei bittet Zeugen um sachdienliche Hinweise.

Wie die Polizei Bremen mitteilt, schmissen mehrere Verdächtige in der Straße „Auf den Häfen“ Pflastersteine und mit Farbe gefüllte Bierflaschen auf das Gebäude des Gemeinnützigen Vereins. Dabei wurden die Scheiben an der Eingangstür zerstört. An die Wände der ersten Etage wurde zudem weitere Farbe geschmiert.

Staatsschutz ermittelt

Nach der Tat flüchteten die vermummten Täter auf ihren Fahrrädern in unterschiedliche Richtungen. Der Staatsschutz ermittelt wegen schweren Landfriedensbruchs. Geprüft wird auch, ob ein Zusammenhang mit ähnlichen Anschlägen besteht, die in den letzten Monaten unter anderem auf Parteibüros verübt wurden. Die Polizei bittet Personen, welche die Täter womöglich beobachtet haben (bei der Tat oder bei Vorbereitungen) um Mithilfe. Für Zeugenaussagen ist der Kriminaldauerdienst unter (0421) 362 3888 zu erreichen.

Sozialsenatorin Stahmann verurteilt die Tat

Mit deutlichen Worten verurteilte Sozialsenatorin Anja Stahmann den Anschlag auf die Geschäftsstelle der Arbeiterwohlfahrt: „Die AWO ist einer der ganz bedeutenden gemeinnützigen Dienstleister im sozialen Leben unserer Stadt – mit Pflegeheimen für alte Menschen, Menschen mit Behinderung und Geflüchtete. Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu einem überwiegenden Teil Frauen, leisten jeden Tag engagierte Arbeit für Menschen, die Unterstützung brauchen. Der Wert ihrer Arbeit und ihres Engagements wird durch so einen feigen Anschlag in Frage gestellt.“ Die Senatorin teilt die Auffassung der AWO, dass es sich vermutlich um einen politisch motivierten Anschlag handelt, und hofft auf baldige Ermittlungserfolge durch die Polizei.

Bild: Die Polizei hofft bei der Überführung der Täter auf die Mithilfe von Zeugen.

 




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