Polizei Bremen warnt vor manipulierten Geldautomaten

01. 07. 2022 um 09:56:41 Uhr | BremenNews-Redaktion
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Der englische Begriff “skimming” bedeutet “Abschöpfen” oder “Absahnen” und steht für eine Methode, illegal elektronische Daten von EC-Karten an Bankautomaten auszuspähen, um die Kontoinhaber um ihr Geld zu bringen. Die Polizei verzeichnete in Bremen zuletzt ein Anstieg der Fälle.

Um in den Besitz der Kartendaten zu kommen, installieren die Täter vor dem Karteneinschubschacht der Geldautomaten ein manipuliertes Lesegerät oder sogar eine vollständige Frontplatte. Diese manipulierten Kartenleser sind optisch dem Modell des Geldausgabeautomaten angepasst (gleiche Farbe, gleiche Aufkleber) und so hergestellt, dass die eingeschobene Bankkarte durch das illegale Lesegerät zum originalen Kartenleser weitertransportiert wird. So werden die Kontodaten ausgelesen und gespeichert, ohne dass der Geldausgabeautomat beeinträchtigt und der Kunde misstrauisch wird. Um an die PIN zu gelangen, wird das Eintippen der Nummer mit einer Kamera oder einem Foto-Handy aufgezeichnet. Mit den so erlangten Daten werden dann Kopien von Zahlungskarten angefertigt, mit denen die Täter Geld von den Konten der Opfer abheben können.

Was tun?

Erst in dieser Woche wurde wieder eine 53 Jahre alte Bremerin Opfer der Masche: Nach der Geldauszahlung an einem Bankautomaten im Ortsteil Westend entnahm die Kundin ihre EC-Karte und bemerkte, dass sich das Lesegerät bei der Entnahme vom Automaten löste – ein Fall von skimming. Die Polizei wurde verständig und ermittelt wegen der Vorbereitung der Fälschung von Geld und Wertzeichen. In den letzten Monaten zählten die Ermittler gut ein Dutzend Fälle weiterer mit diesem oder einem ähnlichen Modus Operandi. Was also tun? Betätigen Sie z.B. den Türöffner eines Bankinstitutes wenn möglich nicht mit der gleichen Karte, mit der Sie anschließend Geld abheben möchten. Und geben Sie vor allem Ihre PIN niemals an einem Türöffner ein: Kein Geldinstitut verlangt für den Zugang zum Geldautomaten die Eingabe der PIN. Generell sollten Sie während jeder PIN-Eingabe das Tastaturfeld mit der anderen Hand oder einem Gegenstand (z. B. Geldbörse, Blatt Papier) als Sichtschutz vollständig abdecken, um das “Ausspähen” per Kamera oder Foto-Handy zu erschweren. Und vor allem: Nutzen Sie keinen Geldausgabeautomaten, an dem Ihnen etwas ungewöhnlich erscheint; etwa angebrachte Leisten oder Verblendungen, abstehende und lockere Teile oder Spuren von Kleber rund um den Kartenschlitz. Bei Verdacht auf Manipulation sollten Sie die Polizei verständigen, damit mögliche Spuren gesichert werden können.




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