„Gemüsewerft“ – kurze, regionale und nachhaltige Kreisläufe in der Überseestadt

14. 07. 2017 um 15:55:12 Uhr | BremenNews-Redaktion
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2014 hat Michael Scheer die „Gemüsewerft“ gegründet. Das Grundstück der Firma umfasst einen rund 2.500 Quadratmeter großen urbanen Acker in Gröpelingen und befindet sich auf dem Gelände eines stillgelegten Tiefbunkers. Die „Gemüsewerft“ produziert jährlich bis zu 1,3 Tonnen Obst und Gemüse und liefert den Hopfen für rund 10.000 Liter Bier. Aufgrund von toxischen Belastungen des Erdreichs aber in Hochbeeten und in Kisten. Bausenator Joachim Lohse hat jetzt zusätzliche Anbauflächen in der Überseestadt genehmigt. Die neueste Idee des Gründers sind Austernpilze in den Räumen des Bunkers.

Der Diplom-Biologe Michael Scheer ist nicht nur Geschäftsführer der „Gemüsewerft“, sondern leitet zusätzlich seit 2005 die Gesellschaft für integrative Beschäftigung (GiB), die einen Schulkiosk, ein Café und zwei Stadtgärten betreibt. Scheer setzt sich für sozial schwache Menschen ein und beschäftigt nur Menschen mit eingeschränkter Erwerbsfähigkeit und äußert gegenüber der Wirtschaftsförderung: „Landwirtschaft in der Stadt ist immer auch politisch und sozial. Sozial in unserem Fall, weil ich hier Menschen beschäftige, die aus einem Raster heraus fallen. Politisch, weil wir mit der Form der Flächennutzung auch automatisch Themen der Stadtentwicklung, des Umwelt- und Naturschutzes, der Umweltgerechtigkeit und der Gesundheit in der Stadt anstoßen.“
 

Verdoppelung der Anbaumenge

Das öffentliche Interesse an Scheers Geschäftsidee wächst. Die „Gemüsewerft“ solle den Fokus darauf lenken, dass Nahrung nachhaltig und selbst produziert werde. „Die Leute fangen an sich mit dem Wert von regionaler Nahrung zu beschäftigen“, sagt Scheer. Seine neueste Idee ist der Anbau von Austernpilzen in dem Bunker, der sich auf dem Firmengelände befindet. Auch Bausenator Lohse zeigte sich begeistert von der Idee und genehmigte dem Unternehmen kürzlich im Zuge des wachsenden Interesses weitere Anbauflächen in der Überseestadt auf einer Industriebrache südlich des Europahafens. „Die Anbaumengen können so verdoppelt werden“, sagt Scheer.
 
Foto oben: Gründer Michael Scheer will in den Bunkerräumen des Firmengeländes in der Überseestadt Austernpilze anbauen.
 





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