Ausführliche Impfberatung führt zu Wartezeiten

12. 04. 2021 um 12:30:49 Uhr | BremenNews-Redaktion
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Am vergangenen Donnerstag und Freitag (8. und 9. April 2021) kam es vor dem Impfzentrum vor der Messhalle 7 teilweise zu langen Warteschlangen. Die Ursache dafür liegt vor allem im deutlich gestiegenen Beratungsbedarf bei Impfungen mit AstraZeneca.

Auch Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard war am Freitag vor Ort: “Die Ärztinnen und Ärzte berichten von drei bis fünf Mal so langen Beratungsgesprächen, als noch vor zwei Wochen. Die täglichen wechselnden Meldungen zum Impfstoff von AstraZeneca haben zu Verunsicherung geführt. Die ärztliche Beratung vor der Impfung ist ein wichtiger Baustein der Impfung, alle Impfberechtigten erhalten das Gespräch, das sie wünschen. Und die wenigsten lehnen nach diesem Gespräch eine Impfung mit AstraZeneca ab.”

Wasser und Regenschirme gratis

Um erneute Warteschlangen vor dem Impfzentrum zu verhindern, wurden die Beratungskapazitäten im Impfzentrum in Halle 7 deutlich ausgeweitet. Anstatt 14 gibt es seit Samstag 18 Beratungskabinen, in denen Ärztinnen und Ärzte die Aufklärungs- und Beratungsgespräche führen. “Für die Warteschlangen am Donnerstag und Freitag müssen wir uns natürlich entschuldigen. Als kurzfristige Verbesserung der Situation am Freitag, haben wir an alle Wartenden Wasserflaschen ausgeteilt und Personen mit körperlichen Einschränkungen vorgezogen. Mit Unterstützung der Initiative Bremen impft wurden außerdem Regenschirme an alle ausgegeben”, erläutert Claudia Bernhard die Reaktion am Freitag. In der kommenden Woche werden außerdem die Betriebszeiten des Impfzentrums ausgedehnt, um die Situation vor Ort zu entzerren. Bereits am Samstag war die Lage durch die flexible Ausweitung deutlich entspannt.

Um einen möglichst reibungslosen Ablauf vor Ort sicherzustellen, werden alle Impfberechtigten gebeten pünktlich zu ihrem Termin zu kommen. Ein zu frühes Erscheinen kann ebenfalls zu Wartezeiten führen. Außerdem könne bereits im Vorfeld das Merkblatt zur Impfung mit Vektorimpfstoffen gelesen werden. Sollte es im Impfzentrum dennoch zu Wartezeiten kommen, werden alle vereinbarten Impftermine auf jeden Fall trotzdem durchgeführt. “Wir mussten in den letzten Tagen leider auch wahrnehmen, dass die Kolleginnen und Kollegen im Impfzentren häufiger beleidigt und beschimpft wurden. Das kann ich nicht nachvollziehen. Die Kolleginnen und Kollegen in den Impfzentren leisten seit vielen Wochen eine unglaubliche Arbeit! Dafür gilt Ihnen mein großer Dank! Und ich bitte alle, die die Impfzentren besuchen: bitte haben auch Sie Respekt vor allen, die dort arbeiten, um allen möglichst schnell eine Impfung zu ermöglichen”, ergänzt Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard.

Hintergrund

Der Impfstoff von AstraZeneca wird aktuell nur an Personen ab 60 Jahren verimpft. Gleichzeitig werden die selten auftretenden, schweren Nebenwirkungen weiter untersucht. In der Altersgruppe ab 60 Jahren ist es bislang nicht zu schweren Nebenwirkungen gekommen. In den Impfzentren in Bremen erhalten nur Personen ab 60 Jahren eine Impfung mit AstraZeneca. Personen unter 60 Jahren erhalten ein Impfangebot mit BioNTech.

Symbolbild: Ende vergangener Woche mussten Impfwillige in Bremen lange auf Ihre Spritze warten Bildquelle: Tim Reckmann / Pixelio.de




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