„Zustand der Bremer Straßen gefährdet den Wirtschaftsstandort“

Der Landesvorsitzende der Familienunternehmer in Bremen, Peter Bollhagen, schlägt Alarm: Der Zustand vieler Straßen in Bremen und Bremerhaven habe ein kritisches Niveau erreicht und stelle zunehmende Risiken für Wirtschaft und Gesellschaft dar.

Aktuell fließen weniger als ein Prozent des Landeshaushalts in die Sanierung der Straßeninfrastruktur. Peter Bollhagen dazu: „Schlaglöcher, marode Fahrbahnen und beschädigte Brücken sind längst kein Einzelfall mehr, sondern prägen den Alltag in unserem Bundesland. Für die Bürgerinnen und Bürger bedeutet das erhebliche Einschränkungen; für unsere Unternehmen wird es zunehmend zu einem echten Standortnachteil. Die geringe Investitionsquote in die Straßeninfrastruktur steht in keinem Verhältnis zum tatsächlichen Bedarf“.

An der falschen Stelle gespart

Wer in einer wirtschaftlich so stark auf Industrie, Häfen und Logistik ausgerichteten Region wie Bremen bei den Verkehrswegen spart, der spare an der falschen Stelle. Während andere Bundesländer ihre Investitionen in Straßen und Verkehrswege seit Jahren deutlich erhöht hätten, liefe, Bremen Gefahr, den Anschluss zu verlieren. Die Folgen seien bereits spürbar: Schlechte Straßen führen zu Verzögerungen, steigenden Transportkosten und sinkender Standortattraktivität. Wenn Lieferketten ins Stocken geraten und Wege länger dauern, kostet das Zeit, Geld und Wettbewerbsfähigkeit.

Priorisierung der Verkehrsinfrastruktur

„Der wachsende Sanierungsstau macht die Situation zudem jedes Jahr teurer. Wer heute nicht investiert, zahlt morgen ein Vielfaches – für Notmaßnahmen und noch aufwendigere Reparaturen“, warnt Bollhagen. Die Familienunternehmer fordern daher ein entschiedenes Umsteuern der Politik mit deutlich höheren Investitionen in Straßenbau und -sanierung sowie einer langfristigen Infrastrukturstrategie für Bremen und Bremerhaven. Zudem brauche es den Abbau bürokratischer Hemmnisse und eine klare Priorisierung der Verkehrsinfrastruktur im Landeshaushalt.

Bildquelle: Fotolia

 

 

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