Wirtschaft im Nordwesten fordert: Flugverbindung Bremen – Frankfurt erhalten!
20 Wirtschaftspartner aus Industrie- und Handelskammern, Wirtschaftsverbänden sowie Institutionen aus Bremen und Niedersachsen haben heute einen gemeinsamen Appell veröffentlicht. Die Unterzeichnenden fordern den Erhalt der Flugverbindung zwischen Bremen und Frankfurt, deren Einstellung die Lufthansa zum 1. Juli 2026 angekündigt hat.
Der Nordwesten ist eine wirtschaftlich starke und überproportional wachsende Region Deutschlands. Über das Drehkreuz Frankfurt erreichen Unternehmen und Institutionen aus der Region weltweite Märkte, internationale Partner, Investoren und Kunden. Der Appell macht deutlich, dass eine Streichung der Verbindung zahlreiche Branchen unmittelbar treffen würde, darunter die maritime Wirtschaft, Industrie, Logistik, Luft- und Raumfahrt, die wachsende Verteidigungswirtschaft sowie Forschung, Messe- und Tourismuswirtschaft.
Die Unterzeichnenden warnen davor, eine ganze Wirtschaftsregion durch den Rückzug aus zentralen Verkehrsachsen in ihrer Zukunftsfähigkeit zu gefährden. Sie begrüßen die Bereitschaft der Lufthansa zu lösungsorientierten Gesprächen und erwarten eine für den Wirtschaftsstandort Nordwestdeutschland dauerhaft tragfähige Lösung. Zugleich sehen sie die Bundespolitik in der Verantwortung, die Rahmenbedingungen des Luftfahrtstandorts Deutschland grundlegend zu verbessern.
Gemeinsamer Appell im Wortlaut: „Internationale Erreichbarkeit sichern – Flugverbindung Bremen-Frankfurt erhalten!“
Die unterzeichnenden Kammern, Wirtschaftsverbände, Institutionen und Unternehmen des Nordwestens appellieren eindringlich an die Lufthansa, die Flugverbindung zwischen Bremen und Frankfurt dauerhaft aufrechtzuerhalten. Die angekündigte Einstellung dieser Route zum 1. Juli 2026 hätte unmittelbare Folgen für den Standort Nordwestdeutschland als einer wirtschaftlich starken und überproportional wachsenden Region Deutschlands.
Der Nordwesten ist Heimat international agierender Unternehmen, leistungsfähiger mittelständischer Strukturen, bedeutender Wissenschafts- und Forschungsstandorte und zentraler Zukunftsbranchen sowie ein logistischer Knotenpunkt für die gesamte deutsche Wirtschaft. Für all diese Akteure ist eine verlässliche Anbindung an internationale Verkehrs- und Wirtschaftsströme ein entscheidender Standortfaktor.
Die Verbindung zwischen Bremen und Frankfurt hat für den Nordwesten eine besondere Funktion. Sie erschließt Unternehmen und Institutionen im Nordwesten den Zugang zu weltweiten Märkten, internationalen Partnern, Investoren und Kunden. Über das Drehkreuz Frankfurt werden Geschäftsbeziehungen gepflegt, neue Märkte erschlossen und globale Liefer- und Innovationsnetzwerke verbunden. Fällt diese Anbindung weg, verliert der Nordwesten einen wesentlichen Teil seiner internationalen Erreichbarkeit.
Die Folgen würden zahlreiche Branchen unmittelbar treffen: die maritime Wirtschaft ebenso wie Industrieunternehmen, die Logistikbranche, die stark aufwachsende Verteidigungswirtschaft, technologieorientierte Unternehmen, Forschungsnetzwerke, Messe- und Veranstaltungswirtschaft sowie tourismusnahe Bereiche. Auch für internationale Fachkräfte, Investoren und Kooperationspartner ist die verkehrliche Erreichbarkeit ein entscheidendes Kriterium bei Standortentscheidungen.
Gerade in einer Phase tiefgreifender wirtschaftlicher Transformation, globaler Wettbewerbsverschiebungen und wachsender Anforderungen an Innovationsfähigkeit darf eine starke Wirtschaftsregion nicht infrastrukturell geschwächt werden. Wer internationale Mobilität reduziert, schwächt Investitionsperspektiven, Innovationsdynamik und Beschäftigungschancen. Daher sehen wir auch die Bundespolitik in der Verantwortung, sich schnellstens für eine grundlegende Verbesserung der Rahmenbedingungen des Luftfahrtstandortes Deutschlands einzusetzen.
Der Nordwesten braucht eine direkte und leistungsfähige Verbindung in die Welt. Deshalb begrüßen wir die Bereitschaft der Lufthansa zu lösungsorientierten Gesprächen und erwarten eine für den Wirtschaftsstandort Nordwestdeutschland dauerhaft tragfähige Lösung, die möglichst auf den Erhalt der wirtschaftsstrukturell eminent wichtigen Verbindung Bremen-Frankfurt abzielt. Die Zukunftsfähigkeit einer ganzen Wirtschaftsregion darf nicht durch den Rückzug aus zentralen Verkehrsachsen gefährdet werden.
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Die Unterzeichner: Handelskammer Bremen – IHK für Bremen und Bremerhaven, Oldenburgische Industrie- und Handelskammer, Industrie- und Handelskammer für Ostfriesland und Papenburg, IHK Elbe-Weser, Metropolregion Nordwest, Die Arbeitgeber- und Wirtschaftsverband Jade e.V., Arbeitgeberverband Oldenburg e.V., Unternehmensverbände im Lande Bremen e.V., Nordmetall – Verband der Metall- und Elektroindustrie e. V., AGA Unternehmensverband, Agrar + Ernährungsforum Nord-West, Wirtschaftliche Vereinigung Oldenburg – DER KLEINE KREIS e.V., Handelsverband Nordwest (HNW), Handelsverband Niedersachsen-Bremen, Bre-mische Hafen- und Logistikvertretung e.V., Seaports of Niedersachsen GmbH, Arbeitsgemeinschaft Niedersächsische Seehäfen, Bremer Rhederverein, Verein Bremer Spediteure e.V., Interessengemein-schaft Airportstadt e.V.
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((Beitragsbild oben: Bremen Airport Hans Koschnick))





BremenNews - Jörn Petersen

Patrick Schulze
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