Wie sicher lebt man in Bremen?
Das Landeskriminalamt Bremen befragte von Mai bis Juni 2022 knapp 29.000 Menschen in Bremerhaven und in Bremen zum Thema Sicherheit. Die Polizei wollte wissen, wie sicher sich die Menschen in ihrer Stadt fühlen. Fast die Hälfte der Angeschriebenen nahm an der repräsentativen Sicherheitsbefragung teil – hier die wichtigsten Ergebnisse:
Eine große Mehrheit ist zufrieden im Umfeld des eigenen Zuhauses, sieben von zehn Personen bewerten den sozialen Zusammenhalt in ihrer Nachbarschaft als hoch. Etwa genauso viele schätzen Unordnungserscheinungen in ihrer Wohngegend als eher gering ein. Auch haben die Menschen in Bremerhaven und Bremen generell ein hohes Vertrauen in ihre Polizei. Acht von zehn der Befragten bewerten das Handeln der Polizistinnen und Polizisten als professionell, neun von zehn berichten positiv über deren Verhalten. Über 90 Prozent geben an, dass Polizistinnen und Polizisten bürgerfreundlich sind. Sieben von zehn Personen, die im Jahr 2021 mit der Polizei Kontakt hatten, waren damit sehr zufrieden. Die Polizei wird als hilfsbereit, vertrauenswürdig, ansprechbar und kompetent beschrieben. Die Erreichbarkeit ist für viele Bürgerinnen und Bürger ein wichtiges Thema, an dem weitergearbeitet werden sollte. Mehrheitlich wünschen sich die Menschen mehr Informationen zur Kriminalitäts- und Sicherheitslage.
Jede zweite Person in 2021 Opfer einer Straftat
Die Präsenz von Streifenwagen bewertet eine Mehrheit von über 55 Prozent als „genau richtig“. Ein Großteil der Befragten wünscht sich aber mehr Fuß- und Fahrradstreifen. Knapp 96 Prozent der Befragten geben an, sich am Tag sicher zu fühlen. In der Nacht hingegen gilt das nur für 76 Prozent. Mehr als 60 Prozent der Befragten in Bremen fühlen sich nachts an bestimmten Orten nicht sicher, in Bremerhaven sind es knapp 50 Prozent. Besonders unsicher fühlen sich die Bremer in Tenever, im Ostertor, in der Bahnhofsvorstadt sowie in den Stadtteilen Gröpelingen, Vegesack und Walle. Das Sicherheitsgefühl wird unter anderem vom Alter und Geschlecht der Befragten beeinflusst. Insgesamt wurde im Jahr 2021 mehr als jede zweite befragte Person Opfer einer Straftat. Männer waren dabei häufiger als Frauen und Jüngere öfter als ihre älteren Mitmenschen betroffen. Die häufigsten Straftaten (knapp 24 Prozent) waren Diebstahlsdelikte, gefolgt von Betrug (18 Prozent) und Sachbeschädigung (knapp 14 Prozent). Ein Drittel aller Straftaten wurden von den Befragten angezeigt, zwei Drittel der Anzeigenden waren mit der Anzeigenaufnahme zufrieden. Die Polizistinnen und Polizisten wurden als freundlich, schnell und kompetent beschrieben.
Polizeipräsident Dirk Fasse: „Das außerordentlich große Interesse an der Befragung mit einer hohen Rücklaufquote zeigt, wie wichtig vielen Menschen die Sicherheit in ihrer Stadt ist. Die Ergebnisse der Sicherheitsbefragung überraschen mich positiv und ich danke der Bevölkerung für ihr Vertrauen in die Polizei Bremen. Die geäußerte Kritik nehmen wir ernst und sehen sie als Ansporn, unsere Arbeit kontinuierlich zu verbessern – für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger.“ Durch zukünftige Sicherheitsbefragungen können Trends und Entwicklungen aufgezeigt sowie analysiert und das sogenannte Dunkelfeld im Land Bremen weiter aufgehellt werden. Die detaillierte Sicherheitsbefragung finden Sie unter https://www.inneres.bremen.de/dokumente/berichte-24169.
Bild: Polizeipräsident Dirk Fasse ist von den Ergebnissen der Befragung positiv überrascht








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