Weniger Papierkram für Unternehmen – Bremen und Bayern arbeiten gemeinsam an digitaler Lösung

07. 02. 2020 um 12:48:21 Uhr | BremenNews-Redaktion
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Die Länder Bremen und Bayern arbeiten gemeinsam an einer einheitlichen Lösung, um für Unternehmen die Anträge bei Behörden künftig schneller und unkomplizierter zu gestalten. Durch ein einheitliches Online-Portal sollen Anträge und Formulare schneller und unkomplizierter bearbeitet werden können.

Unternehmen haben jährlich im Durchschnitt 130 Kontakte zu Behörden. Häufig geht es dabei um Formulare und Anträge verschiedenster Art. Um den Arbeits- und Zeitaufwand für die Unternehmen zu reduzieren, haben Bremen und Bayern gemeinsam ein einheitliches Unternehmenskonto entwickelt, das den Arbeitsaufwand für beispielsweise die Kfz-Anmeldungen, die Beantragung von Gesundheitszeugnissen oder andere Anträge vereinfachen soll. Im IT-Planungsrat wurden Bremen und Bayern nun beauftragt, ihre digitale Lösung für alle Bundesländer auszurollen.

Steuersoftware „ELSTER“ als Basis

Die in Bayern entwickelte Steuersoftware „ELSTER“ soll die Basis der neuen digitalen Lösung bilden, denn an ihr sind bereits alle Unternehmen angebunden. Ein gemeinsames Unternehmenskonto soll dann die Konten von bis zu 200 Firmenmitarbeiter bündeln können und so eine erleichterte Kommunikation zwischen Unternehmen und Behörden in beide Richtungen ermöglichen. Steuerformulare sind enthalten, ebenso wie Maschinenschnittstellen für die Kommunikation zwischen Wirtschaft und Verwaltung. Bereits vorhandene Lösungen anderer Länder sollen aber nicht verloren gehen, sondern an die „ELSTER-Lösung“ angeschlossen werden, etwa durch Schnittstellen zwischen „ELSTER“ und Fachverfahren, Verlinkungen von „ELSTER“ in ein Landesportal oder die Integration der „ELSTER“-Schnittstelle in ein vorhandenes Landeskonto.

Fertigstellung bis 2022

Bereits in diesem Jahr sollen erste Pilotverfahren beginnen. 2021 sollen dann weitere Funktionen wie die Authentifizierung und die Organisationszertifikate bereitstehen. Geplant ist das bundesweit einheitliche Unternehmenskonto für 2022.

Foto: Mit unnötigem Papierkram soll für Unternehmen spätestens 2022 Schluss sein. Bremen und Bayern arbeiten gemeinsam an einer digitalen Lösung. Bildquelle: Fotolia.




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