Weitere vollständige Gräber an der Reitbrake gefunden

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Nur wenige Tage nach dem ersten Nachweis eines vollständigen Skeletts hat das Team der Landesarchäologie weitere nicht exhumierte Gräber mit acht vollständigen Skeletten am nördlichen Ende der ersten Gräberreihe gefunden.

Im Dezember 1941 grassierte im Kriegsgefangenenlager eine schwere Typhusepidemie. Um die vielen verstorbenen Kriegsgefangenen zügig bestatten zu können, wurde auf dem Friedhof ein 1,9 Meter breiter und 1,2 Meter tiefer Graben angelegt. In diesem wurden die Toten dicht nebeneinanderliegend bestattet. Die neu aufgefundenen Gräber lagen anscheinend unter einer etwa 3,0 Meter langen „Erdrampe“, die 1948 für die Exhumierung zu den Grabstellen hinunter angelegt wurde. Unter ihr blieben bei den 1948 durchgeführten Exhumierungen Grabstellen unentdeckt, so die momentane Arbeitshypothese der Landesarchäologie. Am oberen Ende dieser Rampe hatte die Landesarchäologie schon im August 2021 vier Schaufelblätter gefunden, die das für die Exhumierung eingesetzte Personal dort offenbar hinterlassen hatte.

Würdevolles Gedenken

Bürgermeister Andreas Bovenschulte: „Wie mit den Funden umzugehen ist, kann erst nach Abschluss der Grabungen in enger Abstimmung mit den Vertreterinnen und Vertretern der betroffenen Staaten, insbesondere Russlands und der Ukraine, entschieden werden. Alleiniger Maßstab der Entscheidung ist die Gewährleistung eines würdevollen Gedenkens an die Toten unter Berücksichtigung der Vorgaben des Kriegsgräberrechts.“

Bild: Die vier zurückgelassenen Schaufelblätter am oberen Ende der Rampe. Bildquelle: Landesarchäologie Bremen / Cathrin Hähn

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