Was tun gegen überlastete Notaufnahmen?
Mehr als 200.000 Menschen werden jedes Jahr in den Notaufnahmen in Bremen und Bremerhaven behandelt. Laut aktuellem Krankenhausspiegel sind die Notaufnahmen zunehmend überlastet, weil sie von vielen Patienten auch bei bei Nicht-Notfällen aufgesucht werden.
Dazu Ole Humpich, gesundheitspolitischer Sprecher und stv. Vorsitzender der FDP-Fraktion Bremen: „Wenn immer mehr Menschen mit Beschwerden in die Notaufnahme gehen, die eigentlich in einer Arztpraxis behandelt werden könnten, leiden am Ende diejenigen darunter, die tatsächlich dringend medizinische Hilfe benötigen. Deshalb braucht Bremen eine bessere Steuerung der Patientenströme. Digitale Symptom-Lotsen und transparente Informationen über aktuelle Wartezeiten könnten vielen Menschen bereits vor dem Gang ins Krankenhaus Orientierung geben und die Notaufnahmen spürbar entlasten.“
Hilfe für die Helfer
Das Phänomen ist den immer längeren Wartezeiten auf Termine in Arztpraxen geschuldet und hat unerwartete Konsequenzen: Überfüllte Notaufnahmen führen auch zu mehr Frust und Gewalt gegenüber dem Personal. Ole Humpich fordert daher konkrete Maßnahmen zum Schutz von Ärzten, Pflegekräften und Rettungspersonal: „Wer die Notfallversorgung stärken will, muss sowohl die Patientensteuerung verbessern als auch die Beschäftigten schützen, die jeden Tag in unseren Kliniken dafür sorgen, dass Menschen dort Hilfe bekommen.“
Bildquelle: Fotolia











Hinterlasse einen Kommentar
An der Diskussion beteiligen?Hinterlasse uns deinen Kommentar!