Was lange währt, wird endlich gut: „Torhaus 1“ in Bremen-Walle wird eröffnet

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Nach einigen Verzögerungen ist es endlich so weit: Auf dem ehemaligen Dedesdorfer Platz wird das inklusive Wohnprojekt des Martinclub Bremen e.V., das sich aus barrierefreiem Wohnen, einer Kneipe und Veranstaltungsräumen für die Öffentlichkeit zusammensetzt, am 14. Juni endlich eröffnet. Dazu sind ab 16:30 Uhr auch die Nachbarschaft und alle interessierten Menschen eingeladen.

Das inklusive Mehrzweckhaus „Torhaus 1“ des in der Behindertenhilfe tätigen Martinsclub Bremen e.V. ist darauf ausgerichtet, Menschen mit und ohne Beeinträchtigung gleichermaßen offenzustehen.

Am 14. Juni feiern das Gebäude und die darin ansässige inklusive Kneipe „Tante Martin“, Vegesacker Str. 84a, Eröffnung. Ab 16:30 Uhr sind Nachbarschaft und alle interessierten Menschen dazu eingeladen einen genaueren Blick auf das vollendete Werk zu werfen. Dafür spendiert „Tante Martin“ eine Runde.

Ab 20 Uhr zeigt die Kneipe die Übertragung des Auftaktspiels der Fußball-Europameisterschaft. „Wir wollen regelmäßig Tipp-Spiele hier veranstalten“, verrät Kneipenleiter Alex Becker, der einst an dieser Stelle Betreiber des BSV-Vereinsheims „Sportklause“ war. „Wir freuen uns riesig, dass es nun losgehen kann“, betont Becker. „Es soll ein Herzens-Ort für die Bewohner:innen werden. Ein Forum für alle!“

So soll das Torhaus 1 ein Ort der Begegnung für Alt-Walleraner und Neue sein. „Mit den hier lebenden Menschen wollen wir das Quartier gestalten“, sagt Sebastian Jung, Martinsclub Geschäftsleitung für Bauprojekte und Standortentwicklung. „Hier haben wir ein Beispiel für inklusive Stadtentwicklung. Wir sind auf eine bunte Mischung aus und die ersten Interessierten schauen sich die Wohnungen bereits an.“

Bis dahin war es jedoch ein langer Weg.

Gut Ding will Walle haben

Schon auf die Bewilligung der Stadt Bremen, auf dem ehemaligen Desesdorfer Platz in Walle das „Torhaus 1“ zu erbauen, musste der Martinsclub Bremen e.V. lange warten.

Weil es unterschiedliche Auffassungen darüber gab, wie das „Torhaus 1“ genau ausgestaltet werden soll, zog sich das Genehmigungsverfahren über zwei Jahre. Dabei ging es um Fragen der Architektur, des Baurechts und der Denkmalpflege. Im Februar 2022 dann die frohe Botschaft: die Baugenehmigung ist erteilt.

Um jedoch endlich zu Schaufel, Bagger und Co greifen zu können, mussten noch einmal ein paar juristische Fragen geklärt, und baurechtliche Hindernisse aus dem Weg geräumt werden, sodass die ersten Erdarbeiten und die Einrichtung der Baustelle erst im November 2022 erfolgen konnten.

Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut: Im November 2022 wurde die Baustelle eingerichtet. (Foto: Frank Scheffka)

Projekt nimmt Fahrt auf und feiert Richtfest

Im März 2023 wurde endlich der Grundstein gelegt. Anschließend ging alles auf einmal Schlag auf Schlag. Bereits im Juli desselben Jahres wurde Richtfest gefeiert:

Zu einem handwerklichen Segensspruch zogen die Zimmerleute den Richtkranz zum Dachstuhl empor. Anschließend wurde mit einem Schnaps auf das Wohl von Haus und Bauherrn angestoßen, bevor die Feier bei Frikadellen, Bier und Erfrischungsgetränken in den geselligen Teil überging.

Im Juli 2023 wurde Richtfest gefeiert. (Foto: Martin von Minden / Martinsclub)

Torhaus-Kneipe als sozialer Treffpunkt

Auf dem Richtfest wurde zudem bekannt gegeben, wie die im Gebäude integrierte Kneipe heißen soll. Dazu hatte der Martinsclub Bremen im Vorfeld um Mithilfe gebeten. In den engeren Auswahlkreis wurden „Maller Witte“, „Tante Martin“, „Martin’s Clause“, „Wallachei“ und „Zur lustigen Martina“ genommen.

Am Ende hat „Tante Martin“ das Rennen gemacht. In der Kneipe werden nach der Eröffnung Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam arbeiten und die Gäste bewirten. Neben dem gastronomischen Angebot soll die Kneipe als neuer sozialer Treffpunkt in Walle dienen und der Öffentlichkeit auch als Veranstaltungsort zugänglich sein.

 

Bild ganz oben: Nach mehrfachen Verzögerungen werden das „Torhaus 1“ und „Tante Martin“ am 14. Juni eröffnet.

Bildnachweis: Martinsclub Bremen e.V.

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