Warnstreiks nach Aufruf der GEW von Bremer Bildungseinrichtungen: Beamte wollen nicht unbezahlt länger arbeiten
Hunderte von Frauen und Männern hatten eine Menschenkette rund um die Bürgerschaft gebildet, um gegen die Pläne des Senats zu demonstrieren. Laut Polizeiangaben haben sich rund 700 Menschen an der Demonstration beteiligt. Die Gewerkschaft schätzt die Anzahl höher ein. Konkret geht es unter anderem darum, dass Beamtinnen und Beamte künftig eine Stunde pro Woche mehr arbeiten sollen, ohne dafür bezahlt zu werden. Neben den Beschäftigten an Schulen und bei sogenannten freien Trägern waren auch die Mitarbeitenden der Uni zur Teilnahme am Streik aufgefordert. Das Motto: „Wir lassen uns nicht länger überarbeiten und kaputtsparen.“
Zur Kundgebung aufgerufen hatten die Gewerkschaft Verdi und der Deutsche Gewerkschaftsbund. Dabei soll sich der Aktions- und Warnstreiktag insbesondere auch gegen das Verhalten des Arbeitsgebers in der Tarifrunde im öffentlichen Dienst gerichtet haben. Im Raum stand dabei die Forderung der Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes nach sieben Prozent mehr Einkommen, mindestens aber 300 Euro mehr. Die Forderung hatten die Länder als unbezahlbar abgelehnt, sodass bislang keine Einigung, auch keine Annäherung erzielt werden konnte und es mit einer gehörigen Portion Unmut in die nächsten Verhandlungstermine im ersten Quartal 2026 gehen wird.
Geht es nach der Arbeitgeberseite, soll es sogar eine erhöhte Arbeitszeit geben, nämlich künftig 41 statt 40 Stunden wöchentlich. Allerdings ohne zusätzliches Bezahlung, was faktisch eine Lohnsenkung gleichkäme. Die Gewerkschaften wollen sich darüber hinaus gegen Kürzungen im sozialen Bereich wehren. Und die Botschaft ist eindeutig: Die Beschäftigten sehen in den bisherigen Vorlagen eine mangelnde Ballance von Einsatz, Entlohnung und Arbeitsbedingungen. Viele sind längst am Limit der Belastbarkeit. Markus Westermann, ver.di Geschäftsführer, hatte zuvor erklärt: „Das Verhalten des öffentlichen Arbeitgebers in der Tarifrunde verbunden mit den geplanten Streichungen der Bremischen Bürgerschaft ist unerträglich. Auch die geplante Erhöhung der Wochenarbeitszeit für Bremische Beamte ist nicht hinnehmbar. Wir sagen nein zur 41-Stunden-Woche!“





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