Vor 30 Jahren: Geiseldrama von Gladbeck hält Deutschland in Atem

16. 08. 2018 um 10:31:33 Uhr | BremenNews-Redaktion
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Vor genau 30 Jahren überfielen Hans-Jürgen Rösner und Dieter Degowski eine Bankfiliale in Gladbeck. Dort nahmen sie zwei Geiseln in ihre Gewalt und starteten mit einem Fluchtfahrzeug eine nie dagewesene Flucht durch die BRD. Auch in Bremen nahmen die Täter Geiseln, nach drei Tagen endete die Geiselnahme tragisch.
 
Heute jährt sich das Geiseldrama von Gladbeck bereits zum 30. Mal. Rösner und Degowski stürmten gegen 08:00 Uhr die Bankfiliale im nordrhein-westfälischen Gladbeck. Nach zähen Verhandlungen mit der Polizei, erhielten die beiden 300.000 Euro und einen Fluchtwagen, in diesem starteten die Täter samt zweier Geiseln die Fahrt durch Deutschland. Nachdem Marion Löblich, eine Freundin von Rösner, zustieg, fuhren die Geiselnehmer einen Tag später nach Bremen.
 
In Huckelriede entführten sie einen Bus und nahmen die Insassen als Geiseln, später erschossen sie einen 14-jährigen Jungen. Während der Verfolgung des Busses, kollidierte ein Lkw mit einem Polizeiwagen, dadurch starb ein Polizist.
 
Am dritten Tag stiegen sie mit zwei Geiseln aus dem Bus zurück in einen Pkw und fuhren nach Köln. Gegen 12:30 entschloss sich die Polizei auf der Autobahn A3 zuzugreifen, nach einem Schusswechsel konnten die Täter überwältigt werden. Die 18-jährige Geisel Silke Bischoff wurde durch eine Kugel aus Rösners Waffe tödlich verletzt.
 
Der Einsatz der Polizei und die Sensationsgier der Journalisten stießen nach der Geiselnahme heftige Diskussion an. Pressevertreter interviewten die Geiselnehmer in ihren Fluchtautos und halfen den Tätern während der Flucht. Die Polizei änderte im Anschluss an das Geiseldrama ihre Taktik für solche Fälle. Kritisiert wurde, dass das Duo teilweise unbehelligte durch Deutschland fuhren konnte, obwohl Beamte zahlreiche Möglichkeiten hatten einzugreifen.
 
Hans-Jürgen Rösner wurde zu lebenslanger Haft verurteilt, aktuell befindet er sich ein einer Therapie zur Resozialisierung. Dieter Degowski kam im Februar 2018 nach fast 30 Jahren Haft frei.
 





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