Vierter bundesweiter Warntag am 12. September – In Bremen werden erstmals auch vier mobile Sirenen ertönen

Bereits zum vierten Mal findet am kommenden Donnerstag, 12. September, der bundesweite Warntag statt. Dafür werden um 11 Uhr auf verschiedenen Kanälen Warnsignale zum Testen der Warnsysteme ausgesendet. Zudem wird die Koordination der Warnsysteme untereinander überprüft. In Bremen kommen dann erstmal auch vier mobile Sirenen zum Einsatz.

Im gesamten Bundesgebiet werden um 11 Uhr wieder Rundfunkanstalten ihre Sendungen unterbrechen, Mobiltelefone piepen und in vielen Regionen Sirenen heulen. Auch auf digitalen Werbetafeln sollen Probewarnungen erscheinen. Eine Entwarnung soll es um 11.45 Uhr geben.

„Diese Übung soll die Bevölkerung daran erinnern, wie wichtig es ist, Warnungen vor sich ausbreitenden Gefahren ernst zu nehmen und sich im Ernstfall selbst zu schützen. Das können starke Unwetter sein, Großbrände, Stromausfälle aber auch gesundheitsgefährdende Chemieunfälle“, so Innensenator Ulrich Mäurer. „Wer rechtzeitig gewarnt wird und weiß, was zu tun ist, kann sich in einem Notfall in der ersten Phase besser selbst helfen.“

Einminütiger Warnton und Entwarnung

Für den Warntag werden Bund, Länder und Kommunen alle der ihnen zur Verfügung stehenden Kommunikationskanäle nutzen. Auch in Bremen werden unterschiedliche Systeme aktiviert. Dazu der Innensenator: „Es werden Meldungen über Radio und Fernsehen ausgestrahlt und auch Warn-Apps wie NINA werden ausgelöst.“

Neben den 38 fest installierten Sirenen, die im Bremer Stadtgebiet verteilt sind, werden erstmals auch vier mobile Sirenen eingesetzt: auf der Bürgerweide, in der Überseestadt, sowie an zwei Standorten im Bereich der Universität.

Bei echten Warnfällen können die Sirenen in verschiedene Bereiche bewegt werden. „Mobile Sirenen“, betont Mäurer, „können eine Lücke schließen, etwa in Gebieten, in denen keine fest installierten Sirenen vorhanden sind oder diese ausfallen.“

Alle Sirenen werden mit dem jeweils einminütigen Warnton „Warnung bei Gefahr“ beginnen und 45 Minuten später mit dem Signal „Entwarnung“ den Test beenden. Zudem werden die Feuerwehren in Bremen und Bremerhaven die Bürger auf den Sozialen Kanälen informieren. In Bremerhaven schrillen dann nicht nur die Sirenen, auch die Kirchenglocken werden im angegebenen Zeitrahmen läuten.

Information weitergeben, um Beunruhigung durch Warnsignale zu vermeiden

Senator Mäurer weiter: „Im vergangenen Jahr hat das Zusammenspiel der einzelnen Systeme sehr gut funktioniert. 96 Prozent der Bevölkerung wurden durch mindestens ein Warnmittel erreicht.“

Während der Warnung wird es keine Handlungsempfehlung für die Bevölkerung geben, da es sich ausdrücklich um einen Test handelt. Mäurer rät jedoch sich auf die bundesweite Warnung über die verschiedenen Informationskanäle einzustellen und idealerweise auch Angehörige und weitere nahestehende Menschen darüber zu informieren, „so dass niemand unnötig beunruhigt ist.“

Umfrage zur Verbesserung des Warntages

Weitere Informationen, auch in unterschiedlichen Sprachen, sind online verfügbar unter www.bundesweiter-warntag.de.

Unter www.warntag-umfrage.de gibt es zudem die Möglichkeit, ab dem Warntag bis zum 19. September um 24 Uhr an einer Umfrage teilzunehmen. Die Ergebnisse seien für die Auswertung des Warntags und der Verbesserung des Warnsystems essentiell.

 

Symbolbild: Bevölkerungswarnsirene

Foto: PhelineHanke

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