Verwaltung muss effizienter arbeiten

In Bremen müssen Antragsteller derzeit bis zu neun Monaten auf die Bearbeitung ihres Wohngeldantrags warten. Auch in anderen Verwaltungsbereichen – etwa bei Ummeldungen – kommtes häufig zu langen Wartezeiten.

Die Fraktion BÜNDNIS DEUTSCHLAND kritisiert diese Zustände und kündigt eine parlamentarische Anfrage zur Situation bei der Wohngeldbearbeitung an. André Minne, sozialpolitischer Sprecher der Fraktion, erklärt dazu: „Neun Monate Wartezeit auf Wohngeld sind ein Offenbarungseid der Verwaltung. Ein Sozialstaat, der so langsam arbeitet, verfehlt seinen Auftrag und lässt seine Bürger im Stich!“

Der Aktenberg wächst

Man sieht Sozialsenatorin Dr. Claudia Schilling in der Pflicht, für klare und effiziente Strukturen zu sorgen. Seit der Wohngeldreform und den zahlreichen Gesetzesänderungen sei der Kreis der Berechtigten massiv ausgeweitet worden, ohne dass Personal, digitale Verfahren und Verwaltungsprozesse ausreichend angepasst wurden. Das Ergebnis ist ein wachsender Aktenberg, der nun mit Sonderaktionen und sogenannten Power-Wochen abgearbeitet werden soll. Laut Minne „ein deutliches Zeichen strukturellen Missmanagements statt bürgernaher Verwaltung.“

Bildquelle: Fotolia

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