Vermehrt Eichenprozessionsspinner in Bremen gesichtet
In Bremen wurden in den vergangen Tagen vermehrt Eichenprozessionsspinner (EPS) gesichtet, zuletzt in der Kattenturmer Heerstraße, auf dem Schulhof Oberschule Roland und auf dem Huckelrieder Friedhof.
Da Berührungen mit den Brennhaaren der Raupen auf nackter Haut zu Irritationen, allergischen Reaktionen und Atemwegsproblemen führen können, rät das Gesundheitsamt dazu, wachsam zu sein und mögliche Fälle im Wald, Park oder Garten an folgende Adressen zu melden:
- Gesundheitsamt Bremen
– Schädlingsberatung EPS –
Telefon (0421) 361-15551
eichenprozessionsspinner@gesundheitsamt.bremen.de
oder
- Lebensmittelüberwachungs-, Tierschutz- und Veterinärdienst des Landes Bremen (LMTVET)
– Pflanzenschutzdienst –
Telefon (0421) 361-10689 oder (0421) 361-10704
psd-hb@lmtvet.bremen.de
Um eine schnelle Bearbeitung zu ermöglichen, sollte in der Meldung der genaue Fundort beschrieben werden und der Mail Aufnahmen von dem Eichenprozessionsspinner angehängt werden.
Vorsichtsmaßnahmen für direkte Anwohner mit Rasenflächen
Direkte Anwohner mit Rasenflächen im Umkreis von 50 Metern sollten ihren Rasen in der nächsten Zeit mit besonderer Vorsicht nutzen und zum Beispiel für das Sitzen auf dem Gras eine Decke benutzen. Diese und zu diesem Zeitpunkt getragene Kleidung sollte anschließend bei mindestens 60 Grad Celsius gewaschen werden. Bei gesundheitlichen Problemen oder Atemwegserscheinungen sollten sich Betroffene an ihren behandelnden Arzt wenden.
Beseitigung von EPS im öffentlichen und privaten Raum
Für die Beseitigung der Eichenprozessionsspinner an städtischen Bäumen ist der Umweltbetrieb Bremen zuständig. Wenn in der näheren Umgebung von Häusern oder Wohnungen ein Nest des Eichenprozessionsspinners entdeckt wird, wird der direkt betroffene Bereich in der Regel umgehend abgesperrt.
Anschließend wird ein Schädlingsbekämpfer beauftragt, um das Nest fachgerecht zu entfernen und den Bereich zu reinigen. Die Betroffenen in der Umgebung werden über Warnhinweisschilder informiert. Für die Beseitigung der EPS auf privatem Grund sind die Eigentümer zuständig, die dafür auch die Kosten tragen müssen.
Verbreitung der Eichenprozessionsspinners in Deutschland und Bremen
In den vergangenen Jahren hat sich der Eichenprozessionsspinner zunehmend nach Norden ausgebreitet. Vor allem in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen, im Saarland und insbesondere in Berlin, Brandenburg, Hamburg und auch in Niedersachsen ist ein erhöhtes Auftreten des EPS zu beobachten.
In Bremen wurden dem Gesundheitsamt seit dem ersten Auftreten im Jahr 2022 bislang 39 Fälle gemeldet, die sich auf das gesamte Stadtgebiet erstrecken und nicht regional eingegrenzt werden können. Mögliche Pfade für eine Einschleppung können angrenzende Befallsgebiete in Niedersachsen sein. Aber auch Neuanpflanzungen von Eichen im Land Bremen aus überregionalen Baumschulen oder Gartenbaubetrieben könnten zur Verschleppung des EPS auf Bremer Gebiet beitragen.
Symbolbild oben: Der Kontakt mit den Brennhaaren des Eichenprozessionsspinners kann auf unbedeckter Haut zu Irritationen führen oder Atemwegsbeschwerden hervorrufen.
Bildnachweis: AdobeStock / Tobias











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