Verkehrsversuch in der Humboldtstraße – Mobilitätsressort sammelt eure Erfahrungsberichte

23. 02. 2021 um 13:03:32 Uhr | BremenNews-Redaktion
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In der Humboldtstraße im Viertel wird in den nächsten Monaten ein Verkehrsversuch in drei Etappen durchgeführt. Ziel ist es, eine gute Verkehrslösung zu finden, die Verkehrsteilnehmern mehr Sicherheit bietet. Darüber hinaus gibt es eine Online-Befragung, in der Bremerinnen und Bremer ihre Erfahrungen (auch hinsichtlich getätigter Änderungen während des Versuchs) berichten können.

Seit 2014 ist die Humboldtstraße nun offiziell eine Fahrradstraße. Seitdem hat sich die Zahl der Radfahrer deutlich erhöht. Allerdings gibt es auch immer wieder Konflikte zwischen Rad- und Autoverkehrsteilnehmern, so wird beispielsweise gedrängelt oder Radfahrer werden zu eng und/oder mit zu hoher Geschwindigkeit überholt, was unter Umständen nicht ungefährlich ist. Auch an der Einmündung zum Dobben sowie den Fußgängerampeln treten immer wieder Konflikte auf. Laut dem Mobilitätsressort handelt es sich bei etwa einem Fünftel der Autos nicht um Anlieger, sondern um reinen Durchgangsverkehr.

Bremen startet Verkehrsversuch in drei Etappen

Mit einem sogenannten „Verkehrsversuch“ sollen nun mögliche Lösungen für die Fahrradstraße Humboldtstraße erprobt werden. Das selbsternannte Ziel ist eine “Fahrradstraße zum Wohlfühlen”.

In drei Etappen sollen bis in den Herbst hinein unterschiedliche Modelle ausprobiert werden und Bremerinnen und Bremer können ihre Erfahrungen mithilfe einer Online-Befragung  kundtun. Mit diesem neuen Weg der Verkehrsplanung erhofft sich Bremen eine gute Lösung, die den Verkehrsteilnehmern gerecht wird.

Das sind die drei Etappen

Etappe 1 „Anlieger frei“

Losgehen soll es Anfang März mit der ersten Etappe „Anlieger frei“. Hier soll erprobt werden, wie es sich auf den Verkehr auswirkt, wenn die Humboldtstraße für den Durchgangsverkehr gesperrt wird. Dann dürfen also nur noch Anlieger die Humboldtstraße mit ihren Autos befahren. Die Phase soll bin Anfang Mai dauern.

Etappe 2 „Modalfilter“

Ab Mai wird dann ein weiteres Szenario erprobt. Für dieses Modell wird nur der Durchgangsverkehr westlich der Horner Straße gesperrt. Dieses Szenario wird bis Juli erprobt.

Etappe 3 „Einbahnstraße“

Ab Juli soll dann eine Einbahnstraßen-Regelung in Fahrtrichtung Sankt-Jürgen-Straße erprobt werden. Dies gilt dann allerdings nur für den Kfz-Verkehr. Der Radverkehr darf in beide Richtungen erfolgen.

Auswertung der Ergebnisse im Herbst

Im Herbst sollen die Verkehrsversuche dann beendet und die Ergebnisse ausgewertet werden. Dabei sollen sowohl die Auswirkungen auf den Kfz-Verkehr als auch die Wirksamkeit auf die Belange der Fahrradfahrer berücksichtigt werden. Nach der Auswertung aller Ergebnisse soll eine bestmögliche Entscheidung für die künftige Verkehrsregelung in der Fahrradstraße getroffen werden.

Erfahrungen in der Online-Befragung mitteilen

Die Verkehrsversuche werden durch mehrere Online-Umfragen begleitet. Aktuell wird eine Online-Befragung zur Situation vor dem Verkehrsversuch durchgeführt. Im weiteren Prozess folgen dann weitere Befragungen, um die Veränderungen zu erfassen. Beteiligen können sich alle Bürgerinnen und Bürger, die die Humboldtstraße nutzen, unabhängig davon, ob sie sich mit dem Fahrrad, zu Fuß, mit dem Auto, dem Roller oder anderen Verkehrsmitteln fortbewegen. Für das Mobilitätsressort ist es von besonderer Bedeutung, möglichst viele Erfahrungsberichte von unterschiedlichen Verkehrsteilnehmern zu bekommen.

Die Online-Befragung sowie weiterführende Informationen zum Verkehrsversuch gibt es HIER.

Symbolbild: Wie soll es weitergehen mit dem Verkehr in der Fahrradstraße Humboldtstraße? Bildquelle: Katharina-Wieland-Müller / pixelio.de




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Zu einem neuen oder verbesserten Verkehrskonzept gehoert auch die Einbindung des offentlichen Nahverkehrs, insbesondere fuer aeltere Mitbewohner, nicht jeder kann sich aufs Rad setzen oder ist bei Regen und Schnee insbesondere auch mit Kleinkindern auf oeffentliche Befoerderung angewiesen. Das fehlt voellig in den bisherigen Diskussionen