Verkehrsministerkonferenz in Frankfurt – Bremens Verkehrssenatorin fordert Schienenausbau

10. 10. 2019 um 12:17:38 Uhr | BremenNews-Redaktion
Werbung
Werbung
Werbung
fotoboxen-bremen.de
Werbung

Auf der Verkehrsministerkonferenz in Frankfurt am Main am 9. und 10. Oktober hat sich Verkehrssenatorin für eine deutliche Steigerung des Schienenverkehrs in Deutschland stark gemacht. Für Bremen fordert sie den dreigleisigen Ausbau zwischen Langwedel und Bremen-Burg sowie eine zeitnahe Elektrifizierung der Strecke über Rotenburg nach Bremerhaven.

In einem gemeinsamen Antrag, der von Bremen miterarbeitet wurde, fordern die Länderverkehrsminister auf der Konferenz in Frankfurt deutlich konkretere Schritte, zur Erreichung der Klimaziele. Im Bahnpakt, der zwischen dem Bund und der Deutschen Bahn geschlossen wurde, heißt es, man wolle die Fahrgastzahlen bis 2030 verdoppeln. Die Länderverkehrsminister begrüßen dieses Vorhaben zwar, sehen aber deutlichen Handlungsbedarf. „Die Verlagerung von Verkehr auf die umweltfreundliche Schiene kann nur gelingen, wenn das System Schiene deutlich leistungsfähiger, zuverlässiger, innovativer und preislich attraktiver wird“, heißt es im Beschlussvorschlag der Länder. Die aktuelle Situation im Eisenbahnverkehr sei weder zufriedenstellend noch zielführend.

Schienenausbau für Bremen

In Bremen und Umgebung brauche man mehr Kapazitäten auf der Schiene, so Verkehrssenatorin Maike Schaefer. Dies sei dringend erforderlich um Berufspendler vom Pkw zum Bahnverkehr bewegen zu können. „In Bremen brauchen wir den dreigleisigen Ausbau zwischen Langwedel und Bremen-Burg, den der Bund bereits als sinnvoll im Bundesverkehrswegeplan deklariert hat“, so Schaefer. So entstünden mehr Kapazitäten, um den Güterverkehr und das Angebot bei der Regio-S-Bahn auszubauen. „Zudem brauchen wir zeitnah die Elektrifizierung der Strecke über Rotenburg und Bremervörde nach Bremerhaven.“, so Schaefer weiter.

Mehr Geld für den Schienenverkehr

Was die Elektromobilität angehe, sei die Bahn bereits Verkehrsmittel Nummer Eins. Dennoch müsse deutlich mehr Geld in Schienenprojekte investiert werden. „Die Mittel müssen kurzfristig verdoppelt und langfristig vervierfacht werden, um die Schiene ernsthaft für eine Verkehrswende leistungsfähig zu machen“, erklärt Schaefer.

Lokführermangel nach wie vor Thema

Auch in Sachen Lokführermangel fordern die Länder ein schnelles Handeln. Aufgrund zu häufiger Verspätungen und Ausfällen hatte die NordWestBahn zuletzt eine Abmahnung durch das Land Bremen erhalten. Als einen der Gründe hatte die NordWestBahn den erhöhten Lokführermangel angegeben. Der Senatorin sei es wichtig, dem Bund klar zu machen, dass er selbst eine aktive Rolle spiele: „Immer wieder höre ich, dass seine eigenen Bahnunternehmen, wie die DB Fernverkehr, bei anderen Unternehmen auch hier vor Ort Personal abwerben. Dieses unfaire Spiel auf Kosten des Nahverkehrs muss beendet werden.“

Foto: In Deutschland müsse deutlich mehr Geld in den Streckenausbau investiert werden. Die Verkehrssenatorin Maike Schaefer fordert konkrete Maßnahmen für das Land Bremen. Bilquelle: Fotolia.





Kommentar schreiben




Ihre Kommentare