Tausende haben heute beim Bremer CSD queere Farbe bekannt – „Pride must go on“
Bereits im Vorfeld hatte der CSD Bremen von herausfordernden Zeiten gesprochen, zugleich aber auch betont, dass die heutige Demo unter dem Motto „Pride must go on“ umso wichtiger sei. Der Aufruf zur „lauten und bunten Gemeinsamkeit“ wurde gehört. Rund 25.000 Menschen zogen mit bunten Kostümen, Statement-Schildern und Party-Wagen vom Altenwall startend durch die Innenstadt.
Laut den Organisator*innen wird jedes Jahr im Rahmen von Workshops ein Motto erarbeitet. Indes deutschlandweit bei vieles CSDs das Motto „Nie wieder still“ genutzt wurde, hatten die Bremer*innen sich für eines entschieden, das sie bereits kurz nach der vorgezogenen Bundestagswahl sehr beschäftigt hatte. Darauf hinweisen wollten sie, dass es vielen queeren Menschen gegenwärtig nicht mehr so gut geht wie noch vor ein oder zwei Jahren. Immer wieder auffällig ist, dass die Zahl der Diskriminierungsfälle und der Gewalt gegen queere Menschen steigt. Und da man nicht mehr wisse, in welche Richtung sich der politische Wind dreht, habe man sich angelehnt an „The show must go on“ für „Pride must go on“ entschieden.
Alle, die sich gemeinsam für die Rechte der LGBTQIA+ Community einsetzen und ein buntes, farbenfrohes und lautes Zeichen für Akzeptanz und Vielfalt setzen möchten, waren herzlich eingeladen, sich anzuschließen. Also jedenfalls fast alle. Die FDP war im Vorfeld ausgeschlossen worden, den Zug mit einem eigenen Wagen zu bereichern. Die Polizeit Bremen hat den CSD wie in den vergangenen Jahren auch mit den erforderlichen Kräften begleitet, um damit die Sicherheit aller Teilnehmenden zu gewährleisten. Konkrete Hinweise auf eine akute Gefährdungslage – so die Polizei – bestanden im Vorfeld nicht. Dennoch musste mehrfach deeskaliert werden.
Die diesjährige Demo-Route begann an der Kreuzung Altenwall und Tiefer. Weiter führte sie die Teilnehmenden an der Weser entlang über den Osterdeich bis zum Sielwall. Dort bog der Tross ins Viertel und setzte den Weg über den Sielwall und Am Dobben fort. Über die Straße an der Weide erreichten sie dann den Bahnhofsplatz, bogen hinter dem Überseemuseum in die Bürgermeister-Smidt-Straße und nahmen Kurs auf die Innenstadt. Durch die Obernstraße führte dann der letzte Teil des Weges vorbei am Rathaus und der Bürgerschaft über die Domsheide zum Kundgebungsplatz.
Dass die queere Community sich nicht zurückdrängen lassen will und trotz aller Anfeindungen aus dem rechten Lager und von ewig Gestrigen zunehmende Unterstützung erhält, zeigen die Zahlen. Noch im letzten Jahr hatten sich etwa 23.000 Menschen versammelt. In 2025 wurden mit rund 25.000 Teilnehmenden deutlich mehr gezählt. Die Veranstaltung geht mit musikalischen Darbietungen am heutigen Abend noch weiter. Zu hoffen ist, dass die Stigmatisierung und Ausgrenzung sich aus den Köpfen der Kritiker endlich verschwindet. Laut genug genug waren die Kundgebungen beim Bremer CSD auf alle Fälle.





CSD Bremen / BremenNews



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