Studie zeigt: Menge an Restmüll hat sich halbiert – Trotzdem landen zwei Drittel in der falschen Tonne

29. 07. 2020 um 12:48:11 Uhr | BremenNews-Redaktion
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In den vergangenen 35 Jahren hat sich die Menge an Restmüll in Deutschland halbiert. Das zeigt eine Studie des Umweltbundesamtes. Dennoch werden rund zwei Drittel des Mülls in Deutschland falsch sortiert. Auch in Bremen besteht hier Nachholbedarf.

Die gute Nachricht ist: In Deutschland hat sich die Menge an Restmüll seit 1985 halbiert. Etwa zwei Drittel landen aber noch immer in der falschen Tonne, wie eine Studie des Umweltbundesamtes zeigt. Händisch wurden insgesamt 504 Stichproben sortiert, das entspricht dem Inhalt von 2.800 Mülltonnen. Das Ergebnis: Noch immer landen reichlich viele Bioabfälle, Batterien, Plastikverpackungen, Glas, Metalle und mehr in der schwarzen Tonne.

Ein Bewohner produziert 128 Kilo Restmüll pro Jahr

128 Kilogramm Restmüll produziert ein Bewohner durchschnittlich pro Jahr. Das ist deutlich weniger, als noch 1985 – damals waren es 239 Kilogramm pro Bewohner. Auch die Menge an Altpapier, Altglas, Metallen und Kunststoffen in der schwarzen Tonne reduzierten sich um bis zu 80 Prozent. Laut Studie gibt es im Bezug auf die Menge an Restmüll pro Bewohner Unterschiede je nach Wohngebiet. Eine Person, die in einem Vorort lebe produziert demnach pro Kopf pro Jahr rund 110 Kilogramm Restmüll. In städtischen Gebieten steige die Menge auf 151 Kilo pro Person pro Jahr an.

Auch Bremen hat Nachholbedarf

Auch in Bremen gebe es in Sachen Mülltrennung noch Nachholbedarf. Lena Edelmann, Sprecherin der Bremer Stadtreinigung, sagte gegenüber dem Weser-Kurier, dass man sich grundsätzlich zwar über den Rückgang des Restmülls freue, dennoch würden aber auch in der Hansestadt jede Menge Abfälle im Restmüll landen, die dort eigentlich gar nicht hingehören. „Das liegt zu 70 Prozent an mangelnder Aufklärung und zu 30 Prozent an Faulheit“, sagt Endelmann gegenüber der Zeitung. Viele Immobilieneigentümer würden zudem gar keine Biotonnen bereitstellen, womöglich, weil sie nicht wissen, dass die „Grüne Tonne“ gebührenfrei ist. Hier müsse man noch mehr Aufklärung betreiben.

Biotonne verpflichtend machen

Auch die Studie stellt dieses Problem heraus und empfiehlt, die separate Sammlung von Bioabfällen verpflichtend zu machen. Denn gerade diese machen mit rund 39 Prozent den größten Teil der falsch entsorgten Abfälle in der schwarzen Tonne aus. „Bioabfall ist für die Restmülltonne viel zu kostbar, denn er lässt sich vollständig recyceln und liefert den Grundstoff für Kompost und Biogas“, erklärt der Präsident des Umweltbundesamtes, Dirk Messner. Generell sei noch viel zu tun. Man müsse für eine bessere Aufklärung rund um die Mülltrennung sorgen und beispielsweise mehr Annahmestellen für Altbatterien schaffen. Prinzipiell führe natürlich auch ein bewussteres Einkaufs- und Konsumverhalten der Verbraucher zu weniger Müll.

Symbolbild: Der Restmüll in Deutschland hat sich in den letzten 35 Jahren halbiert. Trotzdem landet noch zu viel Müll in der falschen Tonne. Bildquelle: Fotolia.




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