Streik-Welle vor IKEA-Einrichtungshäusern

Die Gewerkschaft ver.di hatte die Beschäftigten von IKEA in Niedersachsen und Bremen für Samstag zu ganztägigen Warnstreiks aufgerufen. Hintergrund sind die bislang ergebnislosen Tarifverhandlungen im Einzel- und Großhandel mit dem Handelsverband Niedersachsen-Bremen.

Von dem Streik betroffen waren insgesamt sechs Einrichtungshäuser in Brinkum, Bremerhaven, Oldenburg, Großburgwedel, Hannover und Osnabrück. Die Gewerkschaft begründet den Arbeitskampf mit der anhaltenden Belastung der Beschäftigten durch gestiegene Lebenshaltungskosten. Als konkrete Beispiele nennt man eine Inflationsrate von drei Prozent im April 2026 sowie eine Verteuerung von Energie um elf Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Da über 60 Prozent der Angestellten in Teilzeit arbeiteten, treffe die finanzielle Belastung viele Beschäftigte existentiell.

Die Forderungen

Die Gewerkschaft fordert für die Beschäftigten im Einzelhandel eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um sieben Prozent, mindestens jedoch um 225 Euro bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Zudem wird ein rentenfester Mindeststundenlohn von 14,90 Euro sowie eine Anhebung der Ausbildungsvergütungen um 150 Euro gefordert. Vor den jeweiligen Gebäuden wurden Streikversammlungen abgehalten, deren Teilnehmer ihre Forderungen mit Transparenten, Warnwesten und Sprechchören untermauerten.

Bildquelle: Sandra Beckefeldt / NonstopNews

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