Stadt Bremen kauft die öffentlichen Straßenlaternen von der SWB zurück
Zum 01. Januar 2026 soll die Stadt wieder Eigentümerin der Straßenlaternen sein. Ziel des Senats sei es unter anderem, die Beleuchtung klimafreundlicher zu machen. Das zeitgemäße Mittel ist die LED-Technologie, die weitaus energieeffizienter als konventionelle Leuchtmittel ist, zudem deutlich weniger Hitze an die Umgebung abgibt. Allerdings sind die meisten der Straßenlaternen im Stadtgebiet bereits umgerüstet.
Die Stadt Bremen verkaufte ihre öffentlichen Straßenlaternen am 31. August 2004 an die swb Norvia GmbH & Co. KG verkauft, der heutigen SWB. Ziel war eine kostengünstigere und moderne Beleuchtung. Der Verkauf wurde damals als bundesweit einmalige Transaktion angesehen. Die Stadt ging in den Berechnungen davon aus, durch Zuschlagserteilung an die swb Norvia die laufenden Kosten für den Betrieb der Straßenbeleuchtung um gut eine Million Euro pro Jahr reduzieren zu können, in der Summe über die Vertragslaufzeit rund 21 Millionen Euro. Dem Erwerber wurde eine Investitionsverpflichtung in Höhe von einer Million Euro jährlich auferlegt.
Aus einer Vorlage des Senats geht hervor, dass die öffentlichen Lampen und Laternen in Bremen nunmehr für eine Summe von insgesamt 23,5 Millionen Euro wieder in den Besitz der Stadt übergehen sollen. Verwendet werden sollen dafür hauptsächlich Rücklagen, sodass der aktuelle Haushalt nicht neu belastet wird. Sukzessiv sollen alle Lampen auf moderne LED-Technik umgestellt werden, um den Stromverbrauch sowie den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Das allerdings ist bereits in großem Umfang in der öffentlichen Beleuchtung umgesetzt. Den bisherigen Vertrag mit der SWB hatte Bremen gekündigt – er läuft zum Ende des Jahres aus.
2023 hatte die Stadt Bremen bzw. die SWB in einem zweiten Schritt 19.000 zusätzliche Straßenlampen auf LED-Technik umgestellt. Insgesamt waren damit zum damaligen Zeitpunkt 40.000 LED-Leuchten in der Hansestadt installiert, was einer Umstellung von zwei Drittel der Straßenleuchten auf LED-Leuchtmittel entsprach. Das Umweltressort und die SWB hatten damals mitgeteilt, dass mit der Maßnahme jährlich rund zwei Millionen Kilogramm CO2 eingespart werden. Die Stadt geht mit der Entscheidung der Vertragskündigung verstärkt in die Eigenverwaltung; darüber hinaus muss ein neuer Dienstleister beauftragt werden, von dem die Anlagen kontrolliert, gewartet, und instandgehalten werden.





BremenNews - Jörn Petersen


BHV - BremenNews
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