Senat sichert Kulturszene neues Stipendienprogramm und Ergänzungen für Bundeshilfen zu

11. 11. 2020 um 12:08:17 Uhr | BremenNews-Redaktion
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Kulturschaffende geraten durch die anhaltende Corona-Pandemie ganz besonders in finanzielle Notsituationen. Gestern, 10. November, leitete der Bremer Senat weitere Hilfen für die Kulturszene im Land Bremen in die Wege. Dabei wurden die Entschlüsse gefasst, Kulturakteuren ein neues Stipendienprogramm und die Gewährleistung von Komplementärmitteln für Bundesprogramme zukommen zu lassen.
 
„Der Senat steht in der für viele Kulturakteure so schwierigen Lage wie bisher auch fest an der Seite der Künstlerinnen und Künstler“, erklärt Kultur-Staatsrätin Carmen Emigholz (SPD) nach der Senatsbefassung und ergänzt: „In der vergangenen Woche hat sich Bürgermeister Dr. Bovenschulte in einer Videokonferenz mit 168 Teilnehmenden aus der Kultur über ihre schwierige Lage ausgetauscht und die heutigen Maßnahmen angekündigt. Wir bitten nun in der Kultur-Deputation und im Haushalts- und Finanzschuss um die Zustimmung für diese Maßnahmen.“
 

Stipendien sind nicht für den Unterhalt gedacht

Freischaffenden, professionell tätigen Künstlern jeglicher Bereiche kommen Einzelstipendien über das Stipendienprogramm zugute. Dadurch wird auch unmittelbar die künstlerische Erzeugung gefördert. Offen steht dieses Angebot soloselbstständigen Kulturakteuren aus Bremen und Bremerhaven.

„Diese Unterstützung soll Künstlerinnen und Künstler in die Lage versetzen, begonnene Projekte abzuschließen, ihre künstlerischen Fähigkeiten weiterzuentwickeln oder neue Formate und Vermittlungsformen zu erproben. Das Ziel des neuen Programms ist somit der Erhalt unserer lebendigen, vielfältigen und innovativen bremischen Kulturszene auch über die Corona-Krise hinaus“, merkt Emigholz an. Die Stipendien sind ausdrücklich nicht dafür vorgesehen, den Lebensunterhalt zu decken.
 

Künstler bekommen maximal 7.000 Euro

Förderungen von bis zu 7.000 Euro pro Person, die nicht zurückgezahlt werden müssen, werden bereitgestellt. Bedingungen, die Antragstellende dafür erfüllen müssen, sind, dass sie eine professionelle künstlerische Tätigkeit betreiben und aufgrund der Corona-Krise beträchtliche Einbußen hinnehmen müssen.

Jede Art künstlerischen Projekts in sämtlichen Gebieten können Anträge betreffen. Als Beispiele werden die Schaffung künstlerischer Werke, Übungen, um die künstlerischen Fähigkeiten zu verbessern, sowie das Hervorbringen und die Demonstration neuer kreativer Ansätze in allen künstlerischen Sparten genannt.

Vom Kulturressort werden eingereichte Anträge kulturfachlich beurteilt. Im Falle von Anträgen aus Bremerhaven wird das Kulturamt der Seestadt mit berücksichtigt. Basierend auf den Erfahrungen aus der Ende August ausgelaufenen Künstlersoforthilfe rechnet der Senat mit bis zu 400 Stipendien in den Jahren 2020 und 2021. Zur Finanzierung der erforderlichen Mittel im Umfang von höchstens 2,8 Millionen Euro wird der Bremen-Fonds herangezogen.
 

Bremer Eigenleistung von 150.000 Euro sichert Künstlern das Zehnfache vom Bund

Sobald die parlamentarischen Gremien sich damit auseinandergesetzt haben, soll die Antragstellung schnell möglich gemacht werden. Zusätzlich beabsichtigt der Senat, die landesseitig benötigte Komplementärfinanzierung für Bundesprogramme wie „Neustart Kultur“ in Höhe von zehn Prozent zur Verfügung stellen.

Hilfen für freie Künstler aus den Ressorts Theater und Tanz bilden dabei den Schwerpunkt. Lokale Verbände geben diese Bundesmittel weiter. Um Beistand bat der Bremer Landesverband für freie darstellende Künste den Senator für Kultur, weil er diese Kofinanzierung nicht selbst leisten kann.
„Diesem Anliegen kommen wir mit einem weiteren Senatsbeschluss sehr gern nach“, versichert Emigholz.

Mit der Gewährung von 150.000 Euro aus dem Bremen-Fonds würden sich bis zu anderthalb Millionen Euro an Bundesförderung für Bremer Kulturschaffende besorgen lassen. Emigholz sagt: „Wir setzen mit den heute getroffenen Beschlüssen die bisherige Linie des Senats fort, unsere Kulturschaffenden auch und gerade in Zeiten der Krise nicht alleine zu lassen, denn Kultur ist und bleibt ein wesentlicher Bestandteil bremischer Lebensqualität.“
 
Bild: Mit zusätzlichen Hilfen will der Senat der Bremer Kulturszene in der durch die Corona-Krise für sie besonders schweren Lage beistehen.




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