Senat kritisiert Einstellung der Lufthansa-Verbindung Bremen–Frankfurt
Der Senat ist empört über die Entscheidung der Lufthansa, die Flugverbindung zwischen Bremen und Frankfurt zum 1. Juli 2026 einzustellen. Die Strecke zählt zu den zentralen Anbindungen Bremens an den internationalen Luftverkehr und ist von erheblicher Bedeutung für Wirtschaft, Wissenschaft und Erreichbarkeit des Standorts.
Auf derzeit rund 35 wöchentliche Abflüge und mehr als 5.000 Passagiere pro Woche (Hin- und Rückflüge) bringt es die Verbindung. Auch für zahlreiche internationale Destinationen ist Frankfurt bislang der zentrale Umsteigepunkt für Reisende aus Bremen, die nicht oder nur eingeschränkt über andere Drehkreuze erreichbar sind. Bürgermeister Dr. Andreas Bovenschulte sieht in derStreckenstreichung daher einen schweren Schlag für Bremen und den ganzen Nordwesten – und verweist auch auf die militärischen Aspekte: „Der Flughafen Bremen nimmt eine zentrale Rolle im Zusammenhang mit dem Operationsplan Deutschland ein. Bremen und das Bundesverteidigungsministerium stehen in fortgeschrittenen Gesprächen über eine militärstrategische Aufwertung mit massiven Investitionen. Dies darf nicht durch privatwirtschaftliche Entscheidungen konterkariert werden.“
Unwirtschaftlich aber nicht unwichtig
Auch Kristina Vogt, Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation fordert, dass die Lufthansa die Entscheidung unverzüglich zurücknimmt: „Die Strecke ist ein zentrales Element der internationalen Anbindung unseres Wissenschaftsstandorts. Ihr Wegfall schwächt die Erreichbarkeit Bremens spürbar und hat unmittelbare Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit unserer Region.“ Nach Angaben der Lufthansa ist die Strecke allerdings wirtschaftlich nicht mehr tragfähig. Als Gründe werden unter anderem der Wegfall von Flugkapazitäten durch strukturelle Anpassungen in der Flotte, ein deutlich gesunkener Netzdeckungsbeitrag sowie steigende Betriebskosten genannt. Dazu verweist Lufthansa auf die aktuell bereits hohen und wohl weiter steigenden Kerosinpreise, die sich künftig noch stärker auf die Wirtschaftlichkeit der Strecke auswirken würden.










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