Schockanruf: 89-Jähriger Bremer in Grolland von Betrüger getäuscht

Am Donnerstag, 17. Oktober, geriet ein 89 Jahre alter Bremer in Grolland in die Fänge eines Telefonbetrügers. Ein bislang unbekannter Täter gab sich am Telefon als Polizeibeamter aus und setzte den Senior mit einer sogenannten Schockanruf-Masche massiv unter Druck.

Der Anrufer behauptete, die Tochter des Mannes habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht, bei dem eine Person ums Leben gekommen sei. Die Tochter sei dabei verletzt worden und vorläufig festgenommen.

Um ihre Freilassung zu erwirken, müsse der Vater eine Kaution hinterlegen. Angeblich würde eine Polizeibeamtin die Wertgegenstände persönlich abholen.

Betrüger ergaunern Bargeld und wertvolle Uhr

Durch den zeitlichen Druck des Gesprächs verunsichert, übergab der 89-Jährige einer Frau wenig später eine hohe Summe Bargeld sowie eine wertvolle Uhr. Erst danach wurde der Senior misstrauisch und kontaktierte seine echte Tochter, die den Betrug bestätigte. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Tipps der Polizei zum Schutz vor Betrugsmaschen

Die Polizei hat erneut Tipps herausgegeben, mit denen man sich vor Betrugsmaschen schützen kann:

  • Bei Unsicherheit wählen Sie die 110, aber nutzen Sie nicht die Rückruftaste, um den Anrufer zu überprüfen.
  • Legen Sie auf, wenn Sie sich unter Druck gesetzt fühlen oder nicht sicher sind, wer anruft.
  • Kontaktieren Sie Angehörige stets unter einer Ihnen bekannten Nummer.
  • Sprechen Sie nie über Ihre finanziellen Verhältnisse am Telefon.
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen.
  • Ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu oder verständigen Sie die Polizei über den Notruf 110.

Wichtig: Die Freilassung nach einem Unfall ist nie von einer Geldzahlung abhängig!

 

Symbolbild: AdobeStock / Christian-Horz

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