Rettungsschirm für den ÖPNV – Bremer Straßenbahn AG hofft auf finanzielle Unterstützung

29. 05. 2020 um 10:22:41 Uhr | BremenNews-Redaktion
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Durch das geringe Fahrgastaufkommen während der Corona-Pandemie verzeichnet die Bremer Straßenbahn AG und auch andere Verkehrsunternehmen deutschlandweit finanzielle Verluste. Um das auszugleichen, hat das Bundesverkehrsministerium am 28. Mai einer Forderung der Verkehrsministerkonferenz über einen ÖPNV-Rettungsschirm zugestimmt. Demnach will der Bund 2,5 Milliarden Euro zur Verfügung stellen. Dies muss das Bundeskabinett allerdings noch beschließen.

Bei der Bremer Straßenbahn AG (BSAG) könnte die Mehrbelastung durch die Corona-Krise in diesem Jahr im Worst-Case-Szenario bei etwa 35 Millionen Euro liegen, im Schienenpersonennahverkehr bei etwa acht Millionen Euro. Das kommt daher, dass viele Fahrgäste den Öffentlichen Nahverkehr meiden, da sie befürchten, sich bei einem der Fahrgäste zu infizieren. Die BSAG reagiert darauf mit stark erhöhten Desinfektionsintervallen in Bussen und Bahnen. Zudem gilt in den Öffentlichen Verkehrsmittel eine Pflicht zum Tragen von Mund-Nasen-Masken.

ÖPNV auch für die Zukunft stärken

Um den ÖPNV in Deutschland zu entlasten, sollen 2,5 Milliarden Euro vom Bund zur Verfügung gestellt werden. Maike Schaefer, Bremer Mobilitätssenatorin und stellvertretende Vorsitzende der Verkehrsministerkonferenz, zeigte sich erfreut angesichts der Finanzierungszusage aus Berlin. Sie hofft aber auch auf Unterstützung über die Pandemie hinaus: „Ich bewerte das als Schritt in die richtige Richtung. Der Bund bewegt sich bei einem enorm wichtigen Thema, das zentral für die Verkehrswende und den Klimaschutz ist. Die Nahverkehrsunternehmen und viele Kommunen haben durch die Pandemie enorme Einnahmeausfälle, die auch vorläufig andauern werden. Ein wertvolles Signal des Bundes wäre es jetzt, die Verkehrswende nachhaltig auch mit Investitionsmitteln zu unterstützen, um den ÖPNV nicht nur zu erhalten, sondern weiter auszubauen und attraktiver zu machen“, so Schaefer.

Bild: Wegen der Corona-Pandemie sind weniger Menschen mit dem ÖPNV unterwegs. Das führt auch bei der Bremer Straßenbahn AG zu finanziellen Verlusten.




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