Reminder: Die A1-Weserbrücke wird heute Nacht mehrstündig gesperrt

Zeitlich abgestimmt werden die beiden Fahrbahnen auf der A1-Weserbrücke in der heutigen Nacht von Samstag auf Sonntag komplett gesperrt. Die für die umfangreiche Sanierung zuständige Bundesgesellschaft DEGES hatte das damit begründet, dass kontrolliert werde, inwieweit die baufällige Brücke noch stabil genug ist. Das mag sich auf Anhieb nach einer in der Arbeitsroutine liegend harmlose Maßnahmen anhören. Was jedoch passiert, wenn die Autobahn-Weserquerung die Tests nicht besteht? 

Laut Planung wird ab 22:00 Uhr bis Mitternacht zunächst die Fahrbahn in Richtung Osnabrück überprüft und somit nicht zur Verfügung stehen. Danach wird zwischen 02:00 und 04:00 Uhr die Fahrbahn Richtung Hamburg gesperrt. Auf erhebliche Verkehrsbeeinträchtigungen müssen sich die Bürgerinnen und Bürger auch im Stadtgebiet einstellen, zumal der Verkehr entsprechend umgeleitet wird. Schon jetzt ist klar, dass es keinesfalls bei dieser einmaligen Sperrung bleiben kann. Vielmehr werden die Kontrollen an jeweils einem Wochenende monatlich durchgeführt. Angedacht sind die Maßnahmen bislang bis zum Jahresende.

Die Sperrungen sind Teil der notwendigen Sanierung der Weserbrücke über die Autobahn 1, über die täglich rund 130.000 Fahrzeuge fahren. Bei den Autofahrern sorgt dieser Bereich schon seit etlichen Jahren immer wieder für Frust. Sobald ein neuer Belag aufgetragen ist, muss er auch bereits wieder erneuert werden. Die Anwohner wie etwa in den Stadtteilen Arsten oder Habenhausen geraten nicht mehr in einen Stau, stattdessen leben sie förmlich im Stau.

Dabei sind die aktuell bereits laufendem Sanierungsarbeiten nicht jedem auf Anhieb ersichtlich. Denn die finden nicht oben, sondern gewissermaßen drinnen statt. Bislang steht fest: Etwa 400 Risse müssen saniert werden, was bedeutet, dass rund 6.000 sogenannte Umschweißungen gemacht werden müssen. Grundsätzlich leidet die Brücke unter Schäden an der Stahlkonstruktion, den Lagern als auch dem Fahrbahnbelag. Die Arbeiten sind auch in logistischer Hinsicht komplex. Auch beispielsweise aufgrund der speziellen Lage in einem Naturschutzgebiet. So wird das Material nicht per Lkw auf der Straße gebracht, stattdessen per Schiff samt Ponton.

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