Rathaus und Roland im Mittelpunkt der Bremer Welterbetage 2026
Vom 5. bis zum 7. Juni 2026 wurde mit den Bremer Welterbetagen das UNESCO-Welterbe Rathaus und Roland in den Mittelpunkt gerückt: Seit über 20 Jahren steht das Ensemble am Bremer Marktplatz auf der Welterbeliste.
Den Auftakt der Bremer Welterbetage gab Bürgermeister Bovenschulte zusammen mit 350 Schulkindern aus Bremen und Bremerhaven mit dem Mitsingest „Bremen so frei – Ein Fest in 11“ Liedern am 5. Juni in der Oberen Halle des Rathauses. Die „musikalische Reise“ führte durch die bewegte Geschichte des Zwei-Städte-Staates. Höhepunkt des bunten Programms waren dann die kostenlosen Führungen durch das Bremer Rathaus am diesjährigen UNESCO-Welterbetag: Am 7. Juni wurden 29 Besuchergruppen mit insgesamt 962 Teilnehmenden durch das historische Rathaus geführt. Weitere Programmpunkte waren eine Rathauserkundung mit Public-History-Studierenden der Universität Bremen, eine Weinprobe mit der Deutschen Weinkönigin, eine musikalische Kinderbuchlesung sowie ein Konzert des Europäischen Hanse-Ensembles.
Welterbe Rathaus und Roland
Das Rathaus und der Roland auf dem Marktplatz in Bremen sind gemeinsam im Juli 2004 in die Welterbeliste aufgenommen worden. Die UNESCO würdigte damit das Ensemble als „einzigartiges Zeugnis“ für die Entwicklung von bürgerlicher Autonomie und Marktrechten, wie diese sich im Laufe von Jahrhunderten in Europa herausformten. Das Bremer Rathaus wurde in den Jahren 1405 bis 1409 erbaut und als einziges europäische Rathaus des Spätmittelalters nie zerstört. Seit seiner Errichtung wurde das Rathaus kontinuierlich instandgesetzt und gewartet – eine Voraussetzung dafür, als Welterbe anerkannt zu werden.
Die im Jahr 1404 errichtete steinerne Rolandsstatue vor dem historischen Rathaus ist eines der bekanntesten Wahrzeichen von Bremen und gilt als „Freiheitsstatue“ der Stadt. Mit einer Höhe von mehr als zehn Metern ist der Ritter auf dem Marktplatz die größte freistehende Statue des deutschen Mittelalters. Bürgermeister Andreas Bovenschulte: „Die Anerkennung als Welterbe ist für uns alle ein verpflichtender Auftrag, die Bauwerke für die kommenden Generationen zu erhalten und über ihre Geschichte und Bedeutung zu informieren.“
Bild: Bürgermeister Andreas Bovenschulte (sitzend, Mittte) nahm am Mitsingfest in der Oberen Rathaushalle im Rahmen der Welterbetage teil. Bildquelle: Senatspressestelle










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