Prozess gegen 31-jährigen Bremer – Mutmaßlicher Täter soll Homosexuelle psychisch terrorisiert haben

15. 01. 2020 um 15:56:51 Uhr | BremenNews-Redaktion
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Am Mittwoch, 15. Januar, begann am Bremer Amtsgericht der Prozess gegen einen 31-jährigen Bremer. Dem Verdächtigen wird vorgeworfen, Homosexuelle Männer psychisch terrorisiert zu haben, indem er sie beispielsweise auf Plakaten öffentlich als homosexuell outete, sie via Textnachricht bedroht und versuchte gefälschte Todesanzeigen mit ihren Namen in regionalen Zeitungen zu veröffentlichen. Aufgrund der Aussage einer psychologischen Sachverständigen wurde der Prozess jedoch unterbrochen. Laut ihrer Aussage gebe es Hinweise auf eine psychologische Störung des Täters.

Laut einer Mitteilung des Amtsgerichts Bremen wird dem 31-Jährigen zur Last gelegt, in mehreren Fällen Facebook Accounts von homosexuellen Personen gefälscht zu haben, um diese öffentlich zu outen und zu terrorisieren. In einem Fall habe er ein Foto eines der Geschädigten an öffentlichen Orten in der Bremer Innenstadt aufgehängt und mit einem Hinweis auf dessen Homosexualität versehen. Auch soll er die Opfer teilweise unter der Verwendung ihrer Mobilfunknummer bedroht und bei einem von ihnen versucht haben, eine Todesanzeige unter dessen Namen in einer regionalen Zeitung aufzugeben. Die Taten sollen die Opfer schwer belastet und zu einer dauerhaften Einschränkung ihres Alltags geführt haben.

Hinweise auf psychische Störung des Tatverdächtigen

Nach eineinhalb Stunden wurde der Prozess unterbrochen. Laut der Aussage einer psychologischen Sachverständigen gebe es Hinweise auf eine psychologische Störung von relevanter Art. Die Richter beraten nun bis zum kommenden Montag, 20. Januar, ob sie der Expertin folgen. Falls ja, wäre das Amtsgericht nicht mehr zuständig. Dann müsste das Landgericht den Fall weiter behandeln. Außerdem ist es möglich, dass der Angeklagte anstatt in Haft in einer psychologischen Einrichtung untergebracht werden muss.

Foto: Der Prozess gegen den 31-jährigen Bremer wurde nach eineinhalb Stunden unterbrochen. Grund dafür war die Aussage einer psychologischer Sachverständigen. 

 

 

 




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