Partnerschaft zwischen Bremen und Odessa wächst

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Am 12. Juni 2023 haben das Land Bremen und die ukrainischen Oblast Odessa eine gemeinsame Absichtserkärung unterschrieben. Am gestrigen Jahrestag hob Bremens Bürgermeister Dr. Andreas hervor, dass die seitdem bestehende Partnerschaft funktioniere, wirke und von vielen Beteiligten, auch aus der Zivilgesellschaft, mit Inhalt gefüllt werde.

„Unsere Partnerschaft mit Odessa wächst. Sie ist lebendig und nachhaltig, genauso wie die Mütter und Väter dieser Städtefreundschaft sich das vor einem Jahr gewünscht hatten. Mein besonderer Dank gilt der ‚Stiftung Solidarität Ukraine‘. Ohne sie wäre diese intensive Verbindung zwischen der Stadt Bremen und der Oblast Odessa und vor allem zwischen den Menschen in Deutschland und der Ukraine nicht möglich gewesen“, so der Bürgermeister.

Hilfe für Kinder und Jugendliche auch in Bremen

Weil besonders Kinder und junge Erwachsene unter dem Krieg und den laufenden Angriffen Russlands auf Odessa leiden, werde in der Partnerschaft genau hier ein Schwerpunkt gesetzt – nicht nur vor Ort in Odessa, sondern auch in der Freien Hansestadt.

So haben beispielsweise die Oberschule Lerchenstraße und die Oberschule an der Egge in den vergangenen zwölf Monaten nach Partnerschulen in Odessa gesucht und sind schließlich auch fündig geworden. Bereits im Oktober des vergangenen Jahres war eine Gruppe von 15 Schülern aus Odessa in Vegesack zu Besuch. Für dieses Jahr sind zwei weitere Gruppen geplant.

Da Russland mit dem Krieg auch das Ziel verfolge, die ukrainische Identität und Kultur zu vernichten, baut der deutsch-ukrainische Kultturverein „Unity Center UA“ in der Freien Hansestadt derzeit zwei Wochenendschulen auf, in denen nach Bremen geflüchtete Kindern und Jugendliche Zugang zur ukrainischen Sprache und Kultur erhalten sollen.

Instandsetzung zerstörter Infrastruktur in Odessa

In Odessa soll die Partnerschaft mit Bremen vor allem dazu beitragen, die durch die Angriffe entstandenen Schäden zu beheben und die Infrastruktur so gut es geht am Laufen zu halten.

Hier einige Beispiele des bisher Geleisteten:

  • Beschädigte Schulen und Kindergärten wurden bei der Anschaffung von Fenstern und Zwischentüren unterstützt, damit in den Gebäuden weiter gearbeitet werden kann.
  • Ein Krankenhaus erhielt 50 Betten und Schränke.
  • Kinder- und Pflegeheime wurden mit Möbeln, Küchenausrüstung, medizinischem Gerät oder auch ganz einfachen Haushaltsgegenständen beliefert.
  • Drei Feldküchen wurden angeschafft, die mehrere hundert Personen Tag für Tag versorgen können.
  • Medizinisches Personal fährt in zwei von Bremen finanzierten Bussen durch die Region
    • Wenn erforderlich werden die Busse auch für notwendige Evakuierungen genutzt.
  • Einer Nicht-Regierungs-Organisation wurde ein zur mobilen Zahnarztpraxis umgebauter Notarztwagen übergeben, in dem ehrenamtliche Zahnärzte die ländliche Region versorgen.

Eine mobile Zahnarztpraxis im umgebauten Notarztwagen: Vitaly Mikheilyk von der Stiftung Solidarität Ukraine (2. von links) bei der Übergabe des Fahrzeuges an die ukrainischen Partner. (Foto: Stiftung Solidarität Ukraine)

Derzeit befinde sich zudem ein Projekt zum Aufbau einer Versorgung mit Prothesen und zur Fortbildung von Ukrainern in der Prothesentechnik in der Vorbereitung.

Blick in die Zukunft

Daneben werde auch schon der Blick in die Zeit nach dem Krieg geworfen. Dabei komme der bremischen Wirtschaft eine wichtige Rolle zu. Ziel sei es, die wirtschaftliche Zusammenarbeit in wichtigen Branchen zu intensivieren und dabei das besondere Wissen der hiesigen Unternehmen zu nutzen. Im Fokus stehe dabei auch der Hafen von Odessa, der immer wieder Ziel der russischen Angriffe ist und nach dem Krieg neu aufgebaut werden muss.

Mitte Juni 2023 reiste eine Bremer Wirtschaftsdelegation nach Odessa, um unter anderem eine Kooperationen beim Wiederaufbau des Hafens zu besprechen. Im Bild: Der damalige stellvertretenden Gouverneur der Militärverwaltung Odessa Oblast, Roman Grygoryshyn (links), und Marc Dieterich, Geschäftsführer Eurogate. (Foto: Senatskanzlei)

 

Bild ganz oben: Bereits im Oktober 2023 war eine Gruppe von Schülerinnen und Schüler aus Odessa in Bremen zu Gast. Weitere Besuche sind geplant.

Bildnachweis: Senatspressestelle

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