Paradox steigende Einsatzzahlen des ADAC in 2025: Gelbe Engel halfen fast 65.000 Mal in Bremen

Aktuell hat der ADAC seine Pannenstatistik für 2025 vorgelegt. Die Einsätze stiegen, so auch in Bremen und Niedersachsen. Der darin ausgewiesene Anstieg der Einsatzzahlen ist durchaus paradox. Immerhin werden die Fahrzeuge technisch immer moderner und ausgereifter. Vermutbar wäre demnach eher das Gegenteil. Doch die Komplexität beeinträchtigt insbesondere auch auf die Funktionalität der Starterbatterie. Zudem werden die Fahrzeuge immer älter. Bei konjunkturellen Krisen werden teure Anschaffungen wie Autos gerne nach hinten geschoben.

Die ADAC Straßenwacht und seine Mobilitätspartner verzeichneten 2025 erneut einen Anstieg der Einsätze in Niedersachsen und Bremen. Im vergangenen Jahr wurden die niedersächsischen ADAC Pannenhelfer zu 299.275 Einsätzen (2024: 296.552) gerufen. Auch auf Bremens Straßen und Autobahnen verzeichnete die ADAC Pannenhilfe mehr Einsätze als im Vorjahr: Insgesamt 64.886 Mal (2024: 58.409) rückten in der Hansestadt die Gelben Engel aus, um eine Panne zu beheben.

Bundesweit zeigt sich eine ähnliche Entwicklung: Die Pannenzahlen auf Deutschlands Straßen und Autobahnen steigen, im Schnitt hilft der ADAC alle neun Sekunden. Im vergangenen Jahr absolvierten die Gelben Engel 3.691.813 Einsätze, rund 60.000 (1,6 Prozent) mehr als im Jahr 2024. Wie in den Jahren zuvor waren insgesamt Probleme mit der Starterbatterie mit 45,4 Prozent die häufigste Pannenursache, gefolgt von Defekten im Motormanagement oder Hochvoltsystem (21,8 Prozent). Rekordtag war der 29. Dezember mit 18.588 Einsätzen, stärkster Pannenmonat war der Januar mit mehr als 356.000 Einsätzen.

Mit der steigenden Fahrzeuganzahl und dem zunehmenden Lebensalter der Elektroautos auf den Straßen steigt auch die Zahl der E-Auto-Pannen: 50.445 Einsätze gingen auf das Konto reiner E-Autos, ein Plus von rund 15 Prozent im Vergleich zu 2024 (43.678). Auch hier war eine defekte Starterbatterie bei rund der Hälfte aller Fälle die häufigste Ursache. Autos mit Plug-in-Hybrid-Antrieb sind im letzten Jahr ebenfalls häufiger liegengeblieben: 59.985 Mal rückte die Straßenwacht aus, um solchen Modellen zu helfen, ein Zuwachs von rund 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

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((Beitragsbild oben: Symbolbild ADAC-Pannenhilfe))

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