Ostermarsch wird virtuell abgehalten – Anliegen der Friedensbewegung gelten auch in Corona-Zeiten

09. 04. 2020 um 17:57:30 Uhr | BremenNews-Redaktion
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Dieses Ostern wird für einige Aktivisten der Friedensbewegung ziemlich befremdlich sein, da sie nicht bei den Ostermärschen demonstrieren können. Alternativ findet der Ostermarsch virtuell statt. In Bremen zog Ekkehard Lentz, der Sprecher des Bremer Friedensforums, die Anmeldung für den Ostermarsch, der am Samstag, 11. April, durchgeführt werden sollte, zurück. Dazu veranlassten ihn die Infektionsschutz-Einschränkungen im Kampf gegen das Coronavirus.
 
Als Hauptredner war Michael Müller (SPD), Bundesvorsitzender des Umweltverbandes Naturfreunde Deutschland engagiert worden. Wie mehrere andere Aktivisten begeht Ekkehard Lentz in diesem Jahr nach vier Jahrzehnten erstmals Ostern ohne die traditionelle Demonstration der Friedensbewegung. Trotzdem beabsichtigt die Friedensbewegung, bundesweit Signale für Frieden und Abrüstung zu senden und zwar auf virtuellem Weg ohne Gesundheitsrisiko in Form von Fotoaktionen und Videostreams unter dem Hashtag #ostermarsch2020.
 

Samstag erscheint in der Zeitung eine Anzeige mit Befürwortern des Ostermarschs

Vom Netzwerk Friedenskooperative aus der ehemaligen Bundeshauptstadt Bonn wird ein unterstützender und anregender Überblick an Ideen für alternative Mitmach- und Protestmöglichkeiten auf www.friedenskooperative.de/alternativer-ostermarsch geboten. In Bremen selbst wird am Karsamstag eine große Zeitungs-Annonce abgedruckt sein, die mehr als 400 Unterzeichner des Ostermarsch-Aufrufs enthält.
 

Corona-Krise verdeutlicht den Bedarf zu einem Wandel für Frieden und Abrüstung

Insbesondere in Corona-Zeiten sei aus Sicht des Bremer Friedensforums die Notwendigkeit einer friedens- und abrüstungspolitischen Wende nicht zu übersehen. „Weniger Mittel für todbringende Rüstung und Kriegseinsätze würden finanziellen Raum für Investitionen im Gesundheits-, Bildungs- und Sozialbereich, in Alterssicherheit und ökologischem Umbau sowie für Maßnahmen zur Rettung der Umwelt schaffen“, erklärt das Bremer Friedensforum.
 
Bild: Ekkehard Lentz, Sprecher des Bremer Friedensforums verpasst in seinem Homeoffice in Walle Corona-bedingt seinen ersten Ostermarsch nach 40 Jahren. Die Felge vom Fahrrad mit der Friedenstaube spendete ihm Helga Niederbrüning-Biel aus Pogum an der Ems. Bildquelle: Birgit Meinke




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