Nie wieder Kompromisse: So wählst du die Brille, die wirklich zu dir passt
Eine Brille ist längst mehr als nur eine Sehhilfe. Sie sitzt mitten im Gesicht, begleitet jeden Tag und prägt das erste Bild, das andere von einem Menschen gewinnen. Trotzdem greifen viele beim Kauf zu dem erstbesten Modell, das gerade verfügbar ist, weil ihnen das nötige Wissen fehlt, um eine wirklich fundierte Wahl zu treffen. Dabei lässt sich die Suche nach der passenden Fassung mit ein paar klaren Kriterien erheblich vereinfachen.
Die Gesichtsform als wichtigster Ausgangspunkt
Wer verstehen will, welche Brillenform zu ihm passt, beginnt am besten mit einem Blick in den Spiegel. Die Gesichtsform gibt den entscheidenden Hinweis darauf, welche Fassungen harmonisch wirken und welche eher unvorteilhaft sind. Grundsätzlich gilt dabei eine einfache Faustregel: Die Form der Brille sollte im Kontrast zur Gesichtsform stehen, nicht in Verlängerung davon.

Quelle: Pixabay
Wer ein rundes Gesicht mit weichen Konturen und breiten Wangen hat, wird mit eckigen oder rechteckigen Fassungen gut beraten sein. Diese verleihen dem Gesicht mehr Struktur und wirken optisch streckend. Umgekehrt profitieren Menschen mit einem markant eckigen Gesicht, bei dem Stirn, Kinn und Kiefer ausgeprägte Kanten zeigen, von runden oder ovalen Brillenformen, die diese Strenge auf angenehme Weise brechen.
Das ovale Gesicht gilt als besonders unkompliziert, da es von Natur aus ausgewogene Proportionen mitbringt. Wer diese Gesichtsform hat, kann nahezu jede Brillenform tragen, von klassisch rechteckig bis hin zu verspielten Cat-Eye-Modellen. Etwas mehr Sorgfalt ist hingegen beim herzförmigen Gesicht gefragt: Die Stirn ist breiter als das Kinn, was bedeutet, dass schmalere Fassungen im unteren Bereich das Gesicht harmonischer wirken lassen.
So bestimmst du deine Gesichtsform
Die eigene Gesichtsform lässt sich mit einer einfachen Methode ermitteln: Haare aus dem Gesicht streichen, frontal in den Spiegel stellen und die Konturen mit einem wasserlöslichen Stift nachzeichnen. Anhand der entstandenen Umrisse lässt sich die Grundform gut einschätzen. Alternativ hilft auch ein Foto aus der Frontalperspektive, auf dem man die Breite von Stirn, Wangenknochen und Kinn vergleichen kann. Mischformen sind häufig und kein Problem, sie geben einfach etwas mehr Spielraum bei der Wahl.
Materialien, Passform und das richtige Gewicht
Neben der Form spielt das Material der Fassung eine unterschätzte Rolle. Metallgestelle wirken oft eleganter und sind in der Regel leichter, während Acetat-Fassungen robuster und farblich vielfältiger gestaltet sind. Wer viel Sport treibt oder eine Brille sucht, die auch bei intensiver Nutzung stabil bleibt, ist mit einem Kunststoffgestell aus Polycarbonat gut beraten, da dieses stoß- und bruchfest ist.
Die Passform ist mindestens ebenso entscheidend wie das Design. Eine Brille, die ständig von der Nase rutscht oder am Schläfenbereich drückt, wird früher oder später in der Schublade landen. Beim Kauf sollte die Fassung an der breitesten Stelle des Gesichts abschließen, die Gläser sollten die Augen vollständig umrahmen und die Bügel nicht zu eng anliegen. Wer eine Brille beim Optiker anprobiert, sollte ein paar Minuten abwarten und prüfen, ob der Sitz auch nach kurzer Tragezeit noch angenehm ist.
Hilfreich ist es, mehrere Modelle in verschiedenen Formen und Materialien gleichzeitig zu vergleichen. Anbieter wie eyes + more – Optiker mit großer Auswahl ermöglichen es, zahlreiche Fassungen direkt vor Ort anzuprobieren und dabei gezielt auf Gesichtsform und persönlichen Stil einzugehen. Wer die Entscheidung nicht unter Zeitdruck treffen möchte, nimmt sich bewusst Zeit für den Besuch.
Farbe, Stil und das stimmige Gesamtbild
Die Farbe der Fassung sollte zum eigenen Hautton, zur Haarfarbe und zum persönlichen Kleidungsstil passen. Menschen mit einem warmen Hautton, der goldene und gelbliche Untertöne aufweist, stehen warme Brillenfarben wie Braun, Gold oder Schildpattoptik gut. Wer einen kühlen Hautton mit rosafarbenen oder bläulichen Untertönen hat, greift besser zu kühlen Tönen wie Silber, Schwarz oder Graublau.
Wer modische Trends einbeziehen möchte, findet Orientierung in der Modeberichterstattung, etwa in Artikeln zu den aktuellen Stiltrends aus der Bremer Modeszene. Aktuelle Trends können Inspiration liefern, sollten aber nicht das einzige Entscheidungskriterium sein. Wichtiger ist es, ein Modell zu wählen, das dauerhaft zum eigenen Typ passt und auch in einigen Jahren noch gefällt.

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Eine weitere praktische Hilfe bieten virtuelle Anprobetools, die viele Optiker und Onlineshops inzwischen anbieten. Per Frontalfoto oder per Kamera lässt sich vorab prüfen, wie eine bestimmte Fassung tatsächlich im Gesicht wirkt, bevor man die Entscheidung trifft. Das spart Zeit und gibt eine erste Orientierung, auch wenn die physische Anprobe beim Fachoptiker durch nichts zu ersetzen ist.
Sehstärke, Gläsertyp und die Bedeutung regelmäßiger Augenkontrollen
Eine gut sitzende und modisch stimmige Fassung nützt wenig, wenn die Gläser nicht zur aktuellen Sehstärke passen. Sehveränderungen verlaufen häufig schleichend und bleiben deshalb oft unbemerkt. Fachleute empfehlen, die Sehstärke mindestens alle zwei Jahre überprüfen zu lassen, ab dem vierzigsten Lebensjahr oder bei Beschwerden auch jährlich.
Wer eine Gleitsichtbrille benötigt, steht vor einer weiteren Entscheidungsebene: Hochwertige Gleitsichtgläser bieten einen breiteren Sehbereich und weniger Verzerrungen am Rand, kosten aber entsprechend mehr. Bei der Glaswahl lohnt es sich, auf fundierte Informationen zu achten. Das Kuratorium Gutes Sehen bietet umfangreiche Ratgeber rund um Augengesundheit und Sehoptik, die einen guten Überblick über Glastypen, Beschichtungen und Pflegehinweise geben.
Arbeitsplatzbrillen, Sportbrillen und Bildschirmbrillen sind eigenständige Kategorien, die für bestimmte Nutzungssituationen entwickelt wurden. Wer mehrere Stunden täglich am Bildschirm verbringt, profitiert erheblich von einer auf diesen Abstand optimierten Fassung. Und wer aktiv Sport treibt, sollte auf ein Gestell setzen, das auch bei Bewegung sicher sitzt und die Gläser schützt.
Am Ende kommt es bei der Brillenwahl darauf an, sich die nötige Zeit zu nehmen, verschiedene Modelle wirklich auszuprobieren und dabei sowohl auf die Optik als auch auf den Tragekomfort zu achten. Wer beides im Blick behält, findet eine Brille, mit der er sich nicht nur gut sieht, sondern auch wohlfühlt.


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