Neues Notrufsystem in Bremen

02. 12. 2021 um 09:09:58 Uhr | BremenNews-Redaktion
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In der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle der Feuerwehr Bremen begann Gestern mit der Einführung der “Standardisierten Notrufabfrage” eine neue Zeitrechnung: Die jährlich rund 140.000 telefonischen Notrufe über die Nummer 112 bearbeiten die Fachleute in der Leitstelle auf Grundlage von international bewährten, softwaregestützten Algorithmen –  sie sollen die Anrufer in den belastenden Situationen ruhig und gezielt durch den Notrufdialog leiten.

Innensenator Ulrich Mäurer stellt anerkennend fest: “Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Feuerwehr Bremen haben meinen höchsten Respekt, dass sie dieses wichtige Projekt trotz der schwierigen Zeit, in der wir uns alle befinden, umsetzen konnten. Die Pandemie fordert die Feuerwehr und den Rettungsdienst ja täglich rund um die Uhr in ganz besonderem Maße.” Bislang hat das System der “Strukturierten Notrufabfrage” in Bremen Anwendung gefunden, welches eher auf dem Prinzip der Empfehlungen für die Einsatzsachbearbeiter:innen beruhte. In der “Standardisierten Notrufabfrage” hingegen gibt es ganz konkrete Vorgaben für den Ablauf jedes Notruftelefonats.

In 54 Ländern bewährt

Durch die Vielzahl von Notrufen, automatisierten Einsatzmeldungen – beispielsweise durch Brandmeldeanlagen – und durch die seit einigen Wochen verfügbare App-Variante “nora” besteht in der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle ein sehr großer Handlungsdruck, die Hilfeersuchen und Gefahrenmeldungen sachgerecht und rechtssicher zu bearbeiten. “Unsere Einsatzsachbearbeiter:innen führen bereits jetzt qualitativ sehr gute Notrufdialoge durch”, erklärt Philipp Heßemer, Leiter der Feuerwehr Bremen. “Aber wir nutzen mit der standardisierten Notrufabfrage die Chance, diesen wichtigen Kommunikationspunkt mit den Hilfesuchenden, noch weiter zu optimieren beziehungsweise die Qualität auch bei stetig steigenden Notrufzahlen zu erhalten.” Zum Einsatz kommt bei der neuen, standardisierten Notrufabfrage ein in 54 Ländern und rund 3.700 Leitstellen verwendetes Protokollsystem mit einer dazugehörigen Software. In der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle Bremen wird mithilfe dieser Anwendungen ein Handeln auf Grundlage von aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen sichergestellt. Die Protokolle bieten neben den standardisierten Abfragemustern für alle denkbaren Notfallszenarien auch umfangreiche Hilfestellungen sowie medizinische Anleitungen zur Ersten Hilfe.

Einfach in der Leitung bleiben

Für die Anrufer:innen selbst bedeutet die Einführung der “Standardisierten Notrufabfrage” nur, dass sie in der Leitung bleiben und auf die Fragen der Einsatzsachbearbeiter:innen in der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle antworten müssen. “Ich bin sehr beeindruckt davon, dass rund 60 Teilnehmende trotz unserer angespannten Personalsituation die mehrtägigen Qualifizierungskursen absolviert haben”, betont Heßemer. “Zeitgleich läuft obendrein der Leitstellenumbau in der Feuer- und Rettungswache 1.”

Bild: Feuerwehr-Pressesprecher Michael Richartz stellt Innensenator Ulrich Mäurer das neue Notrufsystem vor. Bildquelle: Patzelt

 




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