Neues Beweismittelnetz stärkt die Ermittlungsarbeit der Polizei
Die Polizei Bremen und die Ortspolizeibehörde Bremerhaven treten einem gemeinsamen Netz für digitale Beweismittel bei. Der Senat hat dafür nun rund 2,6 Millionen Euro aus dem Bundesinfrastrukturprogramm freigegeben.
Wer verdächtige Dateien auf einer sichergestellten Festplatte findet, braucht Zeit – und die richtige Technik. Bisher war beides Mangelware: Das bisherige System der Bremer Polizei ist veraltet, hat keine freien Kapazitäten mehr. Darum tritt Bremen jetzt der sogenannten Integrierten Untersuchungs- und Auswerteumgebung (IUA) des Bundeskriminalamts bei – einem sicheren digitalen Netz, das mehrere Bundesländer gemeinsam nutzen. Das bringt spürbare Vorteile:
- Für die Ermittlerinnen und Ermittler: Digitale Beweismittel lassen sich künftig schneller sichern, aufbereiten und auswerten. Spezialisierte Beamte erhalten Zugriff auf das System – von jedem Dienstrechner aus, auch im Homeoffice. Bisher war der Zugang auf wenige Arbeitsplätze beschränkt. Außerdem können alle künftig direkt mit dem BKA und anderen Ländern zusammenarbeiten.
- Für die Gerichte: Beweise und Ermittlungsergebnisse können schneller an Staatsanwaltschaften und Gerichte weitergegeben werden. Das beschleunigt Strafverfahren.
- Für die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler: Das Land spart langfristig Kosten für Wartung, Energie und den Betrieb eigener Serverinfrastruktur.
Die Finanzierung erfolgt aus Bundesmitteln des Infrastruktur-Sonderprogramms. Für Bremen stehen daraus insgesamt rund 941 Millionen Euro für öffentliche Investitionen zur Verfügung. Senatorin Dr. Eva Högl erklärt: „Kriminalität ist längst auch digital. Unsere Polizei braucht dafür die besten Werkzeuge. Mit dem Beitritt in das bundesweite Netz machen wir einen großen Schritt nach vorn – für schnellere Ermittlungen, sichere Beweise und mehr Gerechtigkeit.“
Bildquelle: Fotolia






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