Vorsitzender der Wirtschaftsvereinigung Stahl zum Antrittsbesuch im Bremer Rathaus
Zum Antrittsbesuch war heute, am 17. Februar, der Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl, Gunnar Groebler, im Bremer Rathaus. Mit Bürgermeister Andreas Bovenschulte und Dr. Thomas Bünger, Geschäftsführer bei Arcelor Mittal Bremen, tauschte er sich über die aktuellen großen Herausforderungen für die Stahlindustrie aus.
Schon seit längerem steht die Stahlbranche unter großem Druck – und das nicht nur aufgrund der angestrebten Klimaziele. So kommt hinzu, dass günstiger Stahl aus dem Ausland die Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Stahls erschwert. „Seitdem nun auch noch der US-Präsident für Importe von Stahl und Aluminium aus allen Ländern ein Zollsatz von 25 Prozent angekündigt hat, wird das Geschäft weiter erschwert“, so Bürgermeister Bovenschulte. Um mit deutschem Stahl weiter wettbewerbsfähig sein zu können, brauche es künftig mutige politische Entscheidungen – „auch in Berlin und Brüssel.“
Starkes Zeichen für Stahlstandort Bremen
Nichtsdestotrotz handelt es sich bei der „grünen Transformation“ der Stahlbranche weiterhin um eine der größten Herausforderungen. Um die Stahlproduktion in der Freien Hansestadt zu dekarbonisieren hat Arcelor Mittal Bremen bereits die Zusage für öffentliche Fördermitteln von rund 840 Millionen Euro erhalten. Der Landesanteil Bremens an dieser Förderung beträgt rund 250 Millionen Euro. Damit habe der Senat laut Bovenschulte, ein starkes Zeichen für den Stahlstandort Bremen gesetzt. Es brauche aber auch den Investitionswillen der Unternehmen.
Ende des vergangenen Jahres hatte Arcelor Mittal klargestellt, endgültige Investitionsentscheidungen – auch für die Standorte Bremen und Eisenhüttenstadt – von der Politik abhängig machen zu wollen.
Senkung der Energiepreise und Lösungen zum Schutz des Außenhandels
Bürgermeister Bovenschulte weiter: „Zusätzlich brauchen wir ohne Zweifel eine Senkung der Energiepreise für energieintensive Betriebe. Die schnelle Einführung eines Industriestrompreises wäre eine wichtige Maßnahme, um die Stahlbranche aber auch andere Industriebereiche zu entlasten.“
Zu Gunnar Groebler
Am 9. September 2024 hat der Vorstand der Wirtschaftsvereinigung Stahl (WV Stahl) Gunnar Groebler, Vorstandsvorsitzender der Salzgitter AG, zum neuen ehrenamtlichen Präsidenten gewählt. Bei seiner Ernennung sagte Groebler: „Meine Aufgabe ist jetzt, alles zu tun, um die akute Wettbewerbsfähigkeit unserer Industrie zu erhalten und ihre Zukunftsfähigkeit voranzubringen.“
Bild oben (von links): Thomas Bünger, Geschäftsführer bei Arcelor Mittal Bremen, Bürgermeister Andreas Bovenschulte und Gunnar Groebler, Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl.
Foto: Senatspressestelle










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