Nach Wolfsichtung in Huchting, Weyhe und Stuhr – So verhält man sich bei der Begegnung richtig

04. 02. 2021 um 16:30:03 Uhr | BremenNews-Redaktion
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Dass Jungwölfe sich zu einer bestimmten Zeit vom Rudel entfernen ist nichts Ungewöhnliches. Dabei kann es hin und wieder vorkommen, dass Wölfe Siedlungsgebiete durchqueren. So passierte es offenbar auch am vergangenen Mittwoch, 3. Februar, als ein Wolf in Huchting, Weyhe und Stuhr gesichtet wurde. Die folgenden Tipps sollen helfen, sich bei der Begegnung mit einem Wolf richtig zu verhalten.

Gesichtet wurde der Wolf am Mittwoch an mehreren Stellen in Bremen, Weyhe und Stuhr. Laut der Landesjägerschaft Bremen bewegte sich das Tier entlang der Vareler Landstraße über die Nordwohler Straße sowie im Bereich Hohenhorster Weg und im dortigen Kleingartengebiet. Laut einem Anrufer näherte sich das Tier einem Fußgänger sogar bis auf 10 Metern und verschwand anschließend wieder. Stunden später wurde es dann am Grollander See und dann wieder an der Varreler Landstraße gesichtet. Bilder und Videos zeigen laut der Landesjägerschaft, dass es sich bei dem Tier mit hoher Wahrscheinlichkeit tatsächlich um einen Wolf handelt. Zuletzt wurde der Wolf am Mittwoch um 21 Uhr beobachtet. Seitdem nicht mehr.

Wie verhält man sich bei der Begegnung mit einem Wolf?

Laut dem Bremer Umweltressort gibt es mehrere Dinge, die man bei der Begegnung mit einem Wolf beachten sollte:

Abstand halten!
Wie bei allen Wildtieren gilt: Abstand halten und nicht auf das Tier zugehen oder es andersweitig bedrängen.

Nicht füttern
Die Tiere nicht füttern. Wölfe, die sich an eine Fütterung durch den Menschen gewöhnen, können dieses unter Umständen aufdringlich oder aggressiv einfordern.

Tierfutter o.ä. unzugänglich machen
Speiseabfälle oder Tierfutter nach Möglichkeiten nicht draußen aufbewahren, wo ein Wolf unter Umständen Zugang dazu hat. Das hat den Hintergrund, dass Wildtiere sich schnell an die Nahrungsquellen gewöhnen und unter Umständen immer wieder ins Siedlungsgebiet zurückkehren.

Tiere nicht anstarren
In der Kommunikation vieler Tiere, darunter auch bei Hunden und Wölfen, wird ein intensives Anstarren (vor allem direkt in die Augen) häufig als Zeichen der Aggression gewertet. Am besten ist es daher, bei der Begegnung mit einem Wolf, diesen nicht dauerhaft anzustarren, sondern sich stattdessen langsam und ruhig von ihm zu entfernen.

Nicht rennen
Sollte der Wolf in einigem Abstand folgen: Nicht in Panik verfallen und auf keinen Fall losrennen, sondern einfach normal und uninteressiert weiterlaufen oder fahren (falls man mit dem Fahrrad unterwegs ist) und dabei laut sprechen.

Häufig Neugierde bei Jungtieren
Es ist zwar sehr unwahrscheinlich, dass das geschieht, aber sollten ein oder mehrere Wölfe direkt auf einen zulaufen, sollte man ruhig stehenbleiben. In der Regel handelt es sich um Jungtiere, die besonders neugierig sind. Um die Tiere abzuschrecken kann man beispielsweise laut rufen und in die Hände klatschen. Sollte sich das Tier dennoch weiter näheren, kann man im Zweifelsfall mit einem oder mehreren Gegenständen werfen, um das Tier auf Abstand zu halten.

Hunde anleinen
Hunde sollten in Wäldern, vor allem dort, wo Wölfe leben, nicht von der Leine gelassen werden. Oft zeigen Wölfe ein großes Interesse an den Hunden und blenden die Halter nahezu aus. Sollte sich also ein Wolf auf einen Hund an der Leine fixieren, am besten Gestikulieren, klatschen und laut rufen, so wird der Wolf auf den Halter aufmerksam und sucht womöglich das Weite.

Verletzte Wölfe direkt melden
Wer einen toten, kranken oder verletzten Wolf findet: Nicht anfassen, sondern sofort die Naturschutzbehörde, Forstbehörde oder Polizei informieren. Optimalerweise sollte man den Fund auch an die Naturschutzbehörde (0421 / 361 77900) melden. Diese untersucht die toten Tiere dann.

Symbolbild: Wer einem Wolf gegenübersteht, sollte diesen nicht anstarren, sondern sich ruhig entfernen und laut dabei sprechen. Bildquelle: paukereks  / pixelio.de.




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