NABU begrüßt verbesserten Baumschutz in Bremen

Der NABU Bremen begrüßt die Verabschiedung einer neuen Baumschutzverordnung, da sie zukünftig deutlich mehr Bäume unter Schutz stellt. Damit gilt in Bremen nun ein Standard, der in vielen vergleichbaren Großstädten schon seit längerer Zeit existiert.

Der NABU Bremen ist mit fast 10.000 Mitgliedern einer der bedeutendsten Naturschutzverbände der Freien Hansestadt. Kritisch sieht man dort, dass Baumschutz in der öffentlichen Diskussion der vergangenen Monate oftmals als Bürokratie- und Kostentreiber dargestellt wurde, während die vielfältigen Vorteile für Mensch und Natur kaum Beachtung fanden. „Vor dem Hintergrund der ökologischen Zwillingskrise aus Klimawandel und Artensterben ist ein stärkerer Baumschutz kein Luxus, sondern eine logische Notwendigkeit“, stellt Christoph Röttgers vom NABU Bremen fest. Insbesondere große Bäume binden CO2, produzieren Sauerstoff, spenden Schatten bei Sommerhitze und bieten zahlreichen Tierarten Brutstätten sowie Nahrung.

Und was ist mit den Hecken?

„Wir sehen den Beschluss der neuen Baumschutzverordnung grundsätzlich als Erfolg für den Arten- und Klimaschutz in Bremen“, so Röttgers weiter. Zwar hätte es aus Sicht des NABU Bremen noch weitergehende Regelungen geben sollen, beispielsweise zum Schutz von Hecken, trotzdem sei ein Fortschritt im Vergleich zur alten Verordnung aus dem Jahr 2002 erreicht worden. Für die konsequente Beachtung und Umsetzung der neuen Regelungen brauche es allerdings auch ausreichend Personal in der Umweltbehörde, das sich mit der Bearbeitung der Anträge und der Einhaltung der Vorgaben befasst.

Bildquelle: Adobe Stock

 

 

 

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