Mehr finanzielle Spielräume für Kindertageseinrichtungen

Der Senat hat eine Erhöhung der Sachkostenförderung für die referenzwert- und richtlinienfinanzierten Träger der Kindertagesbetreuung in der Stadtgemeinde Bremen beschlossen. Mit der Anhebung um insgesamt bis zu 2,2 Millionen Euro in den Jahren 2026 und 2027 reagiert man auf die Preisentwicklung der vergangenen Jahre.

Grundlage der Anpassung sind die tatsächliche Entwicklung der Verbraucherpreise sowie die Tarifentwicklung bis zum 31. Dezember 2025. Ziel ist es, eine weiterhin angemessene Förderung der Kindertageseinrichtungen sicherzustellen und ihre Leistungsfähigkeit zu erhalten. So steigt für referenzwertfinanzierte KiTa-Träger der Sachkostenanteil um 4,39 Prozent, was den monatlichen Referenzwert im Elementarbereich (Ü3) sowie im Hort von bislang 544,60 Euro auf 554,56 Euro pro Jahresganztagesplatz (JGP) erhöht. Die Anpassung berücksichtigt dabei unter anderem Kostenentwicklungen in Bereichen wie Verpflegung, Reinigung, Verwaltung, pädagogische Materialien, Unterhalt und Fortbildung.

4,39 Prozent mehr

Auch die Gruppenpauschalen für richtlinienfinanzierte Träger (in der Regel Elternvereine und kleinere Träger) werden entsprechend angepasst. Der Sachkostenanteil der Gruppenpauschalen wird hier ebenfalls um 4,39 Prozent erhöht. Die neuen Pauschalen berücksichtigen zudem die bereits beschlossenen Tarifanpassungen im Richtlinienbereich. Für Krippen von referenzwertfinanzierten Trägern wird zunächst auf eine weitere Erhöhung der Sachkostenpauschale verzichtet, da dort nach der derzeitigen Finanzierungssystematik bereits ein vergleichsweise hoher Sachkostenanteil berücksichtigt ist.

Veränderte wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Durch die beschlossene Sachkostenerhöhung entstehen für den Zeitraum August bis Dezember 2026 zusätzliche Kosten in Höhe von rund 646.528 Euro. Ab 2027 beläuft sich der zusätzliche Mittelbedarf auf rund 1,55 Millionen Euro jährlich. Die erforderlichen Mittel sind im Haushalt eingeplant. Damit soll der verlässliche Betrieb der Kindertageseinrichtungen auch unter veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gesichert werden.

Bildquelle: AdobeStock

 

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