Mehr als 50 Jahre unter Strom in Bremen
Wenn Strom fließen soll, ist es ein Job für Rudolf Fritz. So lässt sich das breite Angebot der Rudolf Fritz GmbH rund um elektrische Installationen, Elektro- und Datentechnik wohl am besten beschreiben. In Bremen feierte das Unternehmen jüngst sein 50-jähriges Jubiläum am neuen Standort im Gewerbepark Hansalinie – und will von dort seinen Wachstumskurs fortsetzen.
Der Name Rudolf Fritz war lange Zeit kaum einem Bremer oder einer Bremerin bekannt. Kein Wunder: Jahrzehntelang arbeitete das Unternehmen exklusiv für das Bremer Mercedes Werk. „Tatsächlich haben wir sogar früher angefangen und das Werk mit aufgebaut. Manche unserer langjährigen Kollegen kennen dort fast jedes Kabel“, sagt Standortleiter Markus Schleif.
Er selbst ist noch nicht so lange dabei – und steht für einen Paradigmenwechsel am Bremer Standort des Rüsselsheimer Unternehmens. Denn er hat die Niederlassung im vergangenen Jahrzehnt deutlich breiter aufgestellt und zahlreiche Kundinnen und Kunden in Bremen sowie im nahen Umland hinzugewonnen. Damit wuchs auch das Unternehmen von 26 auf heute rund 70 Angestellte.
Geblieben ist die breite Aufgabenpalette im Bereich elektrischer Anlagen: Gebäudetechnik, Anlagen aller Art, Automatisierung sowie Förder- und Datentechnik gehören zum Angebot der Bremer Niederlassung. An den anderen neun Standorten kommen weitere Kompetenzen hinzu – etwa in den Bereichen Mess- und Antriebstechnik, Luftfahrt, erneuerbare Energien oder Heizung und Sanitär.
Ein elektrischer Tausendsassa, könnte man sagen. Darauf vertraut in Bremen unter anderem auch die Bremer Straßenbahn AG, die das Unternehmen mit der elektrotechnischen Ausrüstung rund um den Neubau des Straßenbahndepots, der Haltestelleninfrastruktur und des Betriebshofs im Bremer Stadtteil Gröpelingen betraut hat. Von Verkabelungen der Anzeigetafeln für Busse und Bahnen, Lautsprecher oder Stromanschlüssen bis hin zu Datentechnik und der kompletten Gebäudeausrüstung lag die Verantwortung beim Rudolf Fritz-Team. Ein Mammutprojekt, das das Unternehmen fast sechs Jahre lang begleitet hat.
Anpacken können – das gilt für das Team von Rudolf Fritz nicht nur auf der Baustelle. Am Standort im Gewerbepark Hansalinie betreibt das Unternehmen auch eine kleine Werkstatt, in der unter anderem Schaltschränke gebaut werden. „Eine Produktionsfläche war uns wichtig bei der Suche nach unserer neuen Immobilie, nachdem die alte über die Jahre bautechnisch und vom Platz her nicht mehr tragbar war. Hier am neuen Standort haben wir noch ausreichend Kapazitäten, um zu wachsen“, freut sich Schleif.
Die Hansalinie mit ihrer unmittelbaren Nähe zu Mercedes und vielen Zuliefererbetriebe sei für das Unternehmen auch deshalb ein guter Standort. Einzig bei der fehlenden Nahversorgung und der noch ausbaufähigen Anbindung an das öffentliche Nahverkehrsnetz sehe der Niederlassungsleiter Optimierungsmöglichkeiten. Hier steuert das Land mit Maßnahmen im Rahmen der „Zukunftsweisenden Wirtschaftsstandorte“ entgegen, die nach und nach mit dem Ausbau der Hansalinie umgesetzt werden und Teil des Gewerbeentwicklungsprogramms 2030 sind.
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((Beitragsbild oben: Standortleiter Markus Schleif))





WFB/Rathke


IHK Nord / BremenNews
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