Maßnahmen für besseren Hochwasserschutz
Das Weihnachts- und Neujahrshochwasser 2023/24 wird vielen Menschen in Bremen und der Region noch lange in Erinnerung bleiben: Tagelange Niederschläge überfluteten zahlreiche Flächen, Straßen standen unter Wasser und einige Familien mussten ihre Häuser vorsorglich verlassen.
Vor diesem Hintergrund haben sich Umweltsenatorin Henrike Müller und Vertreter des Bremischen Deichverbands mit Bürgerinnen und Bürgern sowie Lilienthals Bürgermeister Kim Fürwentsches, Hilmer Garbade vom Bremer Bauernverband und dem Ortsamtsleiter Karl-Heinz Bramsiepe am Deichverteidigungsweg Warf-Butendiek getroffen. Bei dem Ortstermin informierten sie über die geplanten Maßnahmen zur Verbesserung des Hochwasserschutzes und standen für Fragen und den Austausch vor Ort zur Verfügung.
Neuer Deichverteidigungsweg
Ein Schwerpunkt des Termins war der neu errichtete Deichverteidigungsweg in Warf-Butendiek. Der Weg sorgt dafür, dass Einsatzkräfte die Deiche im Hochwasserfall schneller und sicherer erreichen können. Dazu Henrike Müller, Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft: „Beim extremen Hochwasser 2023/24 hat unser Deich standgehalten, musste aber an einigen Stellen mit Sandsäcken gesichert werden. Der neu errichtete Deichverteidigungsweg steht exemplarisch für weitere Deichverstärkungen. Unser Ziel ist es, Bremen fit zu machen für zukünftige Hochwasserereignisse, die durch den Klimawandel häufiger und intensiver werden.“
Nutrias gefährden Stabilität der Deiche
Außerdem informierten Senatorin Müller und der Deichverband über weitere geplante Maßnahmen zum Binnenhochwasserschutz. So werden Deiche und Hochwasserschutzanlagen überprüft und dort modernisiert, wo Handlungsbedarf besteht. Auch die Entwässerungsanlagen wie Siel- und Schöpfwerke sollen weiterentwickelt werden, damit Wasser bei Hochwasserlagen künftig noch besser abgeführt werden kann. Ein weiteres Augenmerk gilt der Nutria-Problematik: Weil die aus Südamerika stammenden Nagetiere durch ihre Grabtätigkeit eine Gefahr für die Stabilität der Deiche darstellen, ermöglicht das Land Bremen nun eine gezielte Bejagung.
Für die Umsetzung der Hochwasserschutz-Maßnahmen stehen in den Jahren 2026 bis 2029 rund 2,74 Millionen Euro zur Verfügung, davon rund 1,49 Millionen Euro aus Bundesmitteln.
Bildquelle: Fotolia









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BSAG / BremenNews - Jörn Petersen
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