Lockerungen in der Corona-Krise – Viele Bremer Geschäfte dürfen bald wieder öffnen

16. 04. 2020 um 11:02:14 Uhr | BremenNews-Redaktion
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Nach einer langen Telefonschalte zwischen der Kanzlerin und den Ministerpräsidenten am 15. April haben sich die Länder auf erste Lockerungen verständigt. Welche Lockerungen für Bremen gelten und wann sie greifen, hat Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte in einer Pressekonferenz erläutert.

Zunächst einmal sollen die Kontaktbeschränkungen und Abstandsregelungen, so wie sie jetzt sind, vorerst bis zum 3. Mai weiterhin gelten. Das heißt, Abstände von mindestens 1,5 Metern sind weiterhin einzuhalten und in der Öffentlichkeit dürfen sich Menschen nur mit maximal einer haushaltsfremden Person aufhalten. Auf private Reisen und Besuche von Verwandten solle weiterhin verzichtet werden.

Viele Geschäfte dürfen wieder öffnen

Geschäfte mit einer Größe von bis zu 800 Quadratmetern sollen bereits in der kommenden Woche wieder öffnen dürfen, vorausgesetzt, sie erfüllen die nötigen Hygienemaßnahmen. Genaue Hygienevorschriften werden noch abgestimmt, so Bovenschulte. Auch sei noch nicht ganz klar, ob die Geschäfte bereits am Montag, 20. April, oder doch erst am Dienstag, 21. April, öffnen dürfen. Friseure dürfen NOCH NICHT wieder öffnen. Sie sollen sich jedoch mit persönlicher Schutzausrüstung für eine Öffnung ab dem 4. Mai vorbereiten. Unabhängig von der Größe sollen Kfz-Händler sowie Fahrrad- und auch Buchläden wieder öffnen dürfen.

Ausgenommen sind Bars, Kneipen, Restaurants und Gaststätten. Sie bleiben auch weiterhin geschlossen. Hotels dürfen weiterhin nur für notwendige und ausdrücklich nicht touristische Zwecke öffnen.

Alltagsmasken werden empfohlen

Man habe sich gegen eine generelle Maskenpflicht entschieden, so Bovenschulte. Dennoch habe man sich auf eine dringende Empfehlung verständigt, gerade in den Geschäften, beim Einkaufen oder im Öffentlichen Nahverkehr sogenannte „Alltagsmasken“ zu tragen. Alltagsmasken sind beispielsweise selbstgenähte Stoffmasken. Damit sind ausdrücklich keine medizinsichen oder einfache OP-Masken gemeint. Denn diese werden dringend in den Kliniken gebraucht und sollten von den Menschen daher nicht im Alltag getragen werden.

Schrittweise Öffnung von Schulen ab dem 4. Mai

Ab dem 4. Mai soll der Schulbetrieb schrittweise wieder aufgenommen werden, so der Bürgermeister. Beginnen will man dabei mit den Abschlussklassen sowie qualifikationsrelevanten Klassen sowie der 4. Klasse. Anstehende Prüfungen, wie beispielsweise die Abiturprüfungen sind auch vorher schon möglich. In den Hochschulen dürfen Labore, Bibliotheken und Archive wieder öffnen.

Die Kitas bleiben weiterhin geschlossen. Allerdings soll die Notbetreuung fortgesetzt und weiter ausgebaut werden. Unter welchen Voraussetzungen dies genau stattfinden wird, werde derzeit noch diskutiert, so der Bürgermeister.

Keine Großveranstaltungen bis Ende August

Bis zum 31. August 2020 werden keine Großveranstaltungen stattfinden dürfen. Darunter falle auch die Sail 2020, die vom 19. bis zum 23. August in Bremerhaven und die Breminale, die vom 15. bis zum 19. Juli am Bremer Osterdeich stattfinden sollten. In den bisherigen Verfügungen galt eine Veranstaltung ab 1.000 Besuchern als Großveranstaltung. Ob diese Zahl auch weiterhin gelten werde, könne er aktuell noch nicht sagen, so Bovenschulte.

Weiterhin keine Gottesdienste

Auch Gottesdienste bleiben weiterhin verboten. Man überlege aber, so Bovenschulte, wie man auch hier Lockerungen einführen könne. „Wenn Abstand gehalten wird und auf das Singen verzichtet wird, kann man vielleicht über eine Lockerung nachdenken”, meint Bovenschulte. Eine Arbeitsgruppe suche nach Lösungen zur Ausübung der Religionsfreiheit.

Befürwortung einer „Corona-App“

Auch über das Thema einer „Corona-App“, mit der man Kontaktpersonen leichter ausfindig machen könne, habe man diskutiert, so der Bürgermeister. Generell wolle man aber niemanden zu einer solchen App zwingen, sondern begrüße die freiwillige Teilnahme, unter der Voraussetzung, dass Datenschutzrechte gewahrt blieben.

Das Team von „buten un binnen“ (Radio Bremen) hat alle Maßnahmen in einem Video noch einmal zusammengefasst:

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