Lichter, Märkte, Onlinekörbe: Das Weihnachtsgeschäft im Überblick

Das Weihnachtsgeschäft 2025 steht in Deutschland unter besonderen Vorzeichen. Während der Handelsverband Deutschland ein moderates Wachstum im Gesamtmarkt und eine etwas stärkere Entwicklung im Onlinehandel erwartet, zeigt sich der Adventsstart vielerorts verhalten. Preisaktionen, mobile Käufe und Online-Rabattwochen prägen das Verhalten vieler Kunden deutlicher als noch vor einigen Jahren. Gleichzeitig bemühen sich Städte und Initiativen bundesweit – darunter auch Bremen – darum, über Märkte, Programme und Sonderöffnungen zusätzliche Frequenz in die Innenstädte zu bringen.

Onlinehandel legt weiterhin zu

Bundesweit rechnet der HDE für das Weihnachtsgeschäft 2025, also für die Monate November und Dezember, mit einem Umsatz von rund 126 Milliarden Euro. Das entspricht einem nominalen Plus von etwa 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Deutlicher fällt die erwartete Entwicklung im Onlinehandel aus: Hier prognostiziert der Verband ein Wachstum von rund 3,3 Prozent. Schon in den vergangenen Jahren hat sich gezeigt, dass der Onlinehandel gerade im Weihnachtsgeschäft überproportional stark vertreten ist. Nach unterschiedlichen Analysen liegt der Anteil der beiden Weihnachtsmonate am Jahresumsatz vieler Onlineanbieter bei rund einem Fünftel.

Trotz dieser positiven Erwartungen bleibt die Gesamtlage jedoch angespannt. Viele Händler meldeten zum Start in die Adventswochen schwächere Frequenzen als im Vorjahr. In HDE-Umfragen äußerten sich im späten November mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen unzufrieden mit der bisherigen Entwicklung. Die Verbraucherstimmung gilt seit Monaten als gedämpft, und zahlreiche Haushalte planen ihre Ausgaben bewusster als in Jahren mit stabileren wirtschaftlichen Erwartungen.

Rabattaktionen und mobile Nutzung

Vor allem Rabattaktionen prägen in dieser Saison das Einkaufsverhalten vieler Menschen. Black-Friday- und Cyber-Monday-Angebote haben sich längst als Startpunkt für viele vorweihnachtliche Geschenkekäufe etabliert. Umfragen verschiedener Organisationen zeigen, dass ein großer Teil der Verbraucher die Rabattwochen gezielt nutzt, um Geschenke günstiger zu erwerben. Viele Befragte gaben an, ausschließlich oder überwiegend online nach Angeboten suchen zu wollen.

Besonders auffällig ist dabei die Bedeutung des Smartphones. In mehreren Studien geben mehr als zwei Drittel der Online -Käufer an, Rabatte und Produkte per Smartphone zu recherchieren oder direkt darüber einzukaufen. Dabei sollte man sich die Zeit nehmen, die Angebote auch tatsächlich zu prüfen und die Fristen für Sonderrabatte einzuhalten Auch in anderen Bereichen gilt bei Sonderangeboten besondere Wachsamkeit, etwa im digitalen Unterhaltungssektor wo beispielsweise das iGaming verstärkt mit Bonusaneboten um die Aufmerksamkeit der Nutzer wirbt. Da ist es eine Erleichterung, wenn man bei einem Bonusangebot keine Umsatzbedingungen beachten muss, denn auch im iGaming sind die meisten Boni nicht selten an komplizierte Auflagen, wie Zeitlimits und Umsatzanforderungen gekoppelt.

Das mobile Endgerät ist dabei sowohl zur Unterhaltung als uch im E-Commerce für viele Menschen zur zentralen Plattform geworden. Das Smartphone wird genutzt, um Preise zu vergleichen, Lieferzeiten zu prüfen oder spontane Käufe auszulösen. Auch Last-Minute-Geschenke profitieren davon: Viele Online-Shops werben in der Adventszeit mit kurzen Lieferfristen, Same-Day-Optionen oder zeitlich begrenzten Rabatten, die gezielt Kunden ansprechen, die erst später im Dezember einkaufen.

Auch bei Last-Minute-Einkäufen verschwimmen die Übergänge zwischen Online- und Offlinekanälen zunehmend. Click-&-Collect-Angebote, also online bestellte und im Laden abgeholte Produkte, bleiben besonders in der Adventszeit eine gefragte Option. Kunden sparen dabei Versandkosten und profitieren zugleich von der schnellen Verfügbarkeit. Verschiedene Handelsanalysen beschreiben diesen Ansatz als wichtigen Bestandteil im Zusammenspiel von E-Commerce und stationärem Handel.

Adventsmärkte sorgen dennoch für Frequenz

Auch in der Region Bremen zeigt sich das Weihnachtsgeschäft nicht einheitlich. Der Handelsverband Niedersachsen-Bremen bestätigte Ende November ebenfalls einen verhaltenen Adventsauftakt. Gleichzeitig stehen in der Stadt mehrere erprobte Instrumente bereit, die die Aufenthaltsqualität und damit die Besucherzahlen erhöhen sollen. Zu den dokumentierten Maßnahmen gehören verkaufsoffene Sonntage, die Weiterführung städtischer Programme sowie die starke Rolle der traditionellen Weihnachtsmärkte.

Der Bremer Weihnachtsmarkt, die HafenWiehnacht in der Überseestadt und weitere saisonale Formate werden jährlich als bedeutende Anziehungspunkte beschrieben, die Gastronomie, Handel und Freizeitangebote erkennbar beleben. Lokale Projekte und Stadtmarketing betonen die Bedeutung solcher Angebote für die Innenstadtentwicklung und das weihnachtliche Geschehen.

Ein saisonales Mischbild

Onlinehandel, mobile Endgeräte und umfangreiche Rabattaktionen beeinflussen den Geschenkekauf stärker denn je. Gleichzeitig bleibt das Bedürfnis nach lokalen Erlebnissen, Märkten und weihnachtlicher Atmosphäre bestehen. Bremen spiegelt diese bundesweiten Muster wider: Die Kombination aus digitalen Trends und lokalen Initiativen prägt den Advent – und beide Ebenen werden auch im weiteren Verlauf des Dezembers darüber entscheiden, wie stark das Weihnachtsgeschäft am Ende ausfällt.

Quellen:

https://einzelhandel.de/presse/aktuellemeldungen/14974-weihnachtsgeschaeft-handelsverband-rechnet-mit-umsatzplus-von-1-5-prozent-im-vergleich-zum-vorjahr

https://www.handelsverband-nordwest.de/

https://www.pwc.de/de/handel-und-konsumguter/black-friday-umfrage.html

https://www.bvdw.org/news-und-publikationen/black-friday-shopper-wollen-rabatte-ueberwiegend-online-nutzen/

https://yougov.de/consumer/articles/53045-black-friday-2025-einkaufsbereitschaft-in-deutschland-steigt

https://www.iwkoeln.de/studien/christian-rusche-rabattschlacht-im-weihnachtlichen-onlinehandel-eine-erste-analyse.html

https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Black-Friday-Haelfte-auf-Schnaeppchenjagd

https://www.bremen.de/leben-in-bremen/bremen-wird-neu

https://www.wfb-bremen.de/sixcms/media.php/49/City%20UpTrade_F%C3%B6rderkonditionen%20NEU.pdf

https://handelskammer-magazin.de/magazine-page/foerderung-fuer-neue-konzepte-in-der-bremer-innenstadt/

https://www.bremen.de/leben-in-bremen

Bildquelle:

https://www.pexels.com/de-de/foto/person-hande-weihnachten-festhalten-6334621/

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