Lankenauer Höft geht an Bietergemeinschaft – Günthner: “Konzept ist ein Gewinn für alle”

25. 04. 2019 um 11:03:38 Uhr | BremenNews-Redaktion
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Das städtische Grundstück zwischen dem Neustädter Hafen und der Weser wird im Erbbaurecht für die Dauer von 99 Jahren an die Bietergemeinschaft Bremer Veranstaltungs- und Event GmbH/HBJu Immobilien GmbH vergeben. Das hat die  Jury entschieden. Auch die Deputation für Wirtschaft, Arbeit und Häfen stimmte dem am Mittwoch, 24. April 2019 zu. Der Beschluss gilt vorbehaltlich der Zustimmung durch den Haushalts- und Finanzausschuss, der am 3. Mai 2019 tagt.

„Ziel der Ausschreibung war eine städtebauliche Aufwertung des Gebietes mit hohem Naherholungswert und Freizeitangeboten für die angrenzenden Stadtteile. Das Angebot der Bietergemeinschaft erfüllt diese Anforderungen in hervorragender Art und Weise“, erläutert Martin Günthner, Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen. „Das neue Konzept stellt einen echten Gewinn für alle Bremerinnen und Bremer und auch für Gäste von außerhalb dar.“

Gastro, Beachclub, Mehrgenerationenspielplatz

„Wir freuen uns sehr über die Entscheidung der Jury und auf das vor uns liegende Projekt“, sagt Theo Bührmann, Geschäftsführer der Bremer Veranstaltungs- & Event GmbH. Die Bietergemeinschaft, die künftig als Lankenauer Höft Projektgesellschaft mbH firmiert, möchte auf dem Grundstück unter anderem einen Neubau für Gastronomie und Veranstaltungen mit drei Geschossen errichten. Dort sollen zwei circa 600 Quadratmeter große Veranstaltungsflächen über zwei Etagen und ein Restaurant mit einer großzügigen Terrasse entstehen. Im Außenbereich sieht das Konzept einen Beachclub, drei Beachvolleyballfelder und einen Mehrgenerationenspielplatz vor. Zudem sind eine Fahrradstation mit Ladestation für E-Bikes und Ladesäulen für E- Autos geplant. Die Außenflächen sollen künftig auch für Outdoor-Veranstaltungen wie zum Beispiel Kinderflohmärkte, Kulturveranstaltungen und Konzerte genutzt und entsprechend hergerichtet werden.

Vision beinhaltet Hausboote und Wassersport

„Darüber hinaus haben wir die Vision, auch Hausboote zur Verfügung zu stellen, die wie Ferienwohnungen betrieben werden“, so Theo Bührmann, Geschäftsführer der Bremer Veranstaltungs- & Event GmbH. „Außerdem würden wir gerne einen Bereich für Wassersport auf der Weser umsetzen, dies könnte eine Wakeboardanlage oder Wasser GoKart sein.“ Beides müsse allerdings separat mit den zuständigen Behörden besprochen werden. Investieren will die Bietergemeinschaft einen mittleren einstelligen Millionenbetrag. Es sollen dort etwa 20 Arbeitsplätze entstehen.

Ausschreibung unter Federführung der WFB

Die WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH hatte die Ausschreibung im Auftrag der Stadtgemeinde Bremen durchgeführt. Mitte Dezember 2018 startete das Verfahren. Unter Beteiligung des Senators für Wirtschaft, Arbeit und Häfen, des Beirats Woltmershausen und des Bürgerforums zur Weiterentwicklung der Landzunge wurden vorab Eckpunkte einer zukünftigen Nutzung des Grundstücks entwickelt.

Golden City als Zwischennutzer

Das Grundstück ist 7.876 Quadratmeter groß und aktuell mit einem Gebäude (Restaurant, Büro- und Nebenräumen) sowie einem Radar- und Kontrollturm bebaut. Der Turm bleibt laut Auflage aus dem Ausschreibungsverfahren erhalten, der alte Bau wird abgerissen. Im nächsten Schritt werden nun die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Umsetzung des Projektes geschaffen. Über den Sommer 2019 wird das Gelände als Zwischennutzung erneut durch das Golden City bespielt.





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