„Lange genug gezögert!“ – FDP möchte „Seute Deern“ abwracken

11. 10. 2019 um 13:46:49 Uhr | BremenNews-Redaktion
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Nach einem Brand war der historische Dreimastsegler „Seute Deern“ vor dem Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven Ende August gesunken. Seitdem wurden diverse Maßnahmen ergriffen um das Schiff zu bergen und als Wahrzeichen der Stadt zu erhalten. Der Fraktionsvorsitzende der FDP-Fraktion Bremerhaven, Jens Grotelüschen fordert die Abwrackung des Schiffs.

Man habe lange genug gezögert, so heißt es in einer schriftlichen Stellungnahme der Partei. Der Zustand des Schiffes sei so schlecht, dass dauerhaft eindringendes Wasser herausgepumpt werden müsse, um das Schiff am erneuten Sinken zu hindern. „Wir können die Seute Deern in ihrem jetzigen Zustand nicht zu einem vertretbaren Preis retten“, so Grotelüschen. „Jeder Tag, den sie in ihrem jetzigen Zustand im Wasser liegt, kostet eine Menge Geld.“

Umzug zu kostenintensiv

Laut Angaben des Deutschen Schifffahrtmuseums solle die Seute Deern aus Sicherheitsgründen an ein Schwimmdock in den Kaiserhafen gelegt werden. Der Vorsitzende der FDP sieht hier einen zu hohen Kostenaufwand: „Wir sprechen uns dafür aus, die Bark nicht kostenintensiv in ein teures Dock zu verbringen, vielmehr sollte sie vor Ort abgebaut werden.“

Teile des Schiffs an Interessierte versteigern

Weiter fordert Grotelüschen, dass Teile wie die Takelage oder die Galionsfigur erhalten bleiben sollen. Diese könne man gegebenenfalls in den Museumshafen integrieren. Außerdem schlägt er vor, Teile, die nicht erhaltenswert scheinen, an Interessierte gegen einen symbolischen Preis zu versteigern. Außerdem fordert er ein Konzept für den Museumshaven: „Wichtig ist, dass darüber hinaus nicht darauf gewartet wird, dass weitere Schiffe und andere Exponate wie z.B. der Drehkran und die Elbe 3 in einem abschreckenden Zustand weiter vor sich hin rotten.“

Foto: Die “Seute Deern” gilt als ein Wahrzeichen der Stadt Bremerhaven. Seit 1966 liegt sie an ihrem derzeitigen Platz im Alten Hafen vor dem Schifffahrtsmuseum. Bildquelle: Deutsches Schifffahrtsmuseum.





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