Kunst aus dem Knast

Der Verein Mauern öffnen, die Bildhauerwerkstatt in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Bremen, zeigt erneut Ergebnisse eines deutschlandweit einzigartigen Resozialisierungsprojekts: Jugendliche und erwachsene Strafgefangene stellen in Zusammenarbeit mit einem Team aus elf Künstlerinnen und Künstlern innerhalb des Gefängnisses Skulpturen her.

Seit über 40 Jahren werden in den Bildhauerwerkstätten von Mauern öffnen e.V. die Gefangenen der JVA Bremen von professionellen Künstlerinnen und Künstlern angeleitet und bei der Umsetzung ihrer Werke unterstützt. So entstehen Skulpturen für den privaten und öffentlichen Raum – und es werden kreative Prozesse angestoßen, die zur persönlichen und sozialen Entwicklung beitragen. Im Burghof und im ehemaligen Kutscherhaus von Burg Blomendal werden am Samstag, den 13. Juni und Sonntag, 14. Juni, jeweils von 11 bis 17 Uhr Skulpturen aus den drei Bildhauerwerkstätten präsentiert. Es gibt zudem die Möglichkeit, die Burg (Auestraße 9)  zu besichtigen und Kaffee zu trinken.

Anerkennnung für Kreativität

Justizsenatorin Claudia Schilling, die bereits selbst Skulpturen des Projekts gekauft und in ihrem Büro ausgestellt hat, erklärt: „Zur Ausstellung und auch zur feierlichen Eröffnung ist die Öffentlichkeit herzlich eingeladen. Erneut können Arbeiten von Gefangenen aus Keramik, Holz und Stein angeschaut und auch erworben werden. Für die Inhaftierten ist es etwas Besonderes, zu wissen, dass Ihre Werke vor den Mauern gesehen und bestaunt werden. Einige erfahren so zum ersten Mal Anerkennung für etwas, das sie kreativ geschaffen haben – auch, wenn sie selbst bei der Ausstellung nicht dabei sein können.“

Bild: Ausstellung „On the road again“ auf Burg Blomendal. Bildquelle: Justizressort

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