Kontaktnachverfolgung in Gastronomie und Handel – Bremen verhandelt mit Herstellern der “Luca”-App

19. 03. 2021 um 16:43:01 Uhr | BremenNews-Redaktion
Werbung
Werbung
cambio
Werbung
sandercenter.de
Werbung
fotoboxen-bremen.de

Gemeinsam mit weiteren Bundesländern beauftragt das Land Bremen seinen IT-Dienstleister Dataport damit, Verhandlungen mit den Herstellern der Luca-App aufzunehmen. Die Luca-App ist eine Anwendung, die eine schnelle Kontaktrückverfolgung im Einzelhandel, der Gastronomie oder anderen Einrichtungen ermöglichen kann.

Die App „Luca“ bietet die Möglichkeit, sich beim Besuch von Gastronomie oder beim Betreten von Einzelhandelsgeschäften oder auch anderen Einrichtungen digital zu registrieren. Durch diese Registrierung wird eine Besuchshistorie erstellt, die durch die zuständigen Gesundheitsämter im Infektionsfall abgerufen werden kann. Sollte ein Besucher oder eine Besucherin positiv getestet werden und beim Gesundheitsamt angeben, dass die Luca-App genutzt wird, kann das Gesundheitsamt dann auf die verschlüsselten Kontaktdaten der besuchten Einrichtungen zugreifen. “Wir erhalten mit dieser digitalen Lösung zur Kontaktnachverfolgung die Möglichkeit auf umfangreichere Gästelisten als bisher zuzugreifen”, erklärt Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard. “Uns wird dadurch ein Instrument an die Hand gegeben, das es uns ermöglichen kann, Infektionsketten schneller zu unterbrechen. Gleichzeitig müssen wir aber auch warnen: Die Verwendung der App ist kein Allheilmittel und nicht der große Schritt zu schnellen und weiteren Lockerungen.” Finanzsenator Dietmar Strehl ergänzt: “Gut, dass jetzt fünf Länder gemeinsam Dataport mit dem Kauf der App beauftragen. Das stärkt unsere Verhandlungsposition und spart viel Arbeit auf Länderebene.”

Auch direkte Benachrichtigung möglich

Die Luca-App ermöglicht neben der Erstellung von Besuchshistorien auch eine direkte Benachrichtigung von Personen, die sich zeitgleich mit positiv getesteten Personen in den jeweiligen Einrichtungen aufgehalten haben. Grundlage für diese Information bleibt jedoch weiterhin die erfolgte Risikobewertung durch die Gesundheitsämter. Dazu Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard: “Weiterhin müssen alle Positiven und deren Kontaktpersonen durch die Gesundheitsämter selber benachrichtigt werden, hohe Fallzahlen sinken nicht durch die App. Für uns war es bei Luca jedoch entscheidend, dass die Kontaktdaten der Besuchshistorie direkt in SORMAS eingespeist werden. Dadurch können die Gesundheitsämter umgehend mit der Nachverfolgung und der Ermittlung von Kontakten beginnen.”

Genauer Beginn und Kosten unbekannt

“Uns ist es ein großes Anliegen, eine länderübergreifende Lösung zur digitalen Nachverfolgung der Kontakte anbieten zu können. Wir werden jetzt in Verhandlungen mit den Entwicklerinnen und Entwicklern die Formalitäten zum zeitnahen Einsatz der App auch in den Bremer Gesundheitsämtern klären”, so Bernhard. Sowohl der genaue Beginn, als auch die genauen Kosten für das Land Bremen sind aktuell noch nicht bekannt.

Symbolbild: Um Kontakte im Zweifelsfall auch in der Gastronomie und dem Einzelhandel besser nachverfolgen zu können, hat Bremen nun die Verhandlungen mit dem Hersteller der “Luca”-App in Auftrag gegeben. Bildquelle: Fotolia.




Werbung
cambio

Kommentar schreiben




Ihre Kommentare