Klimaschutz-Experten alles Bundesländer und des Bundes beraten im Bremer Rathaus
Bremen ist heute und morgen Gastgeberin für die 20. Sitzung des Ständigen Ausschusses Klimaschutz. Vertreterinnen und Vertreter aller Bundesländer und des Bundes kommen im Bremer Rathaus zusammen, um sich über aktuelle Herausforderungen und Lösungen im Klimaschutz auszutauschen. Bremen hat für die Jahre 2025 und 2026 gemeinsam mit dem Bund den Co-Vorsitz in diesem wichtigen Gremium übernommen.
Die Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft, Dr. Henrike Müller, unterstreicht die Bedeutung des Austauschs: „Klimaschutz darf nicht nur technisch gedacht werden, sondern muss alle Bevölkerungsgruppen in den Blick nehmen. Sozialgerechter Klimaschutz ist uns in Bremen ein wichtiges Anliegen, auch wenn noch viel Arbeit vor uns liegt. Denn die Folgen der Klimakrise gehen uns alle an und sind längst im Alltag vieler Menschen spürbar: Immer mehr Hitzetage häufigere Starkregenereignisse mit überfluteten Straßen und vollgelaufenen Kellern. Klimaschutz und Klimaanpassung sind deshalb keine abstrakte Debatte und nicht nur Zukunftsaufgaben, sondern bereits heute notwendig, um unsere Lebensqualität, unsere Gesundheit und den sozialen Zusammenhalt zu sichern.“
Ohne Sofortprogramm für geringeren CO2-Ausstoß droht eine Klage der Deutschen Umwelthilfe, die angekündigt hat, gegen Bremen vor Gericht ziehen zu wollen. Schon jetzt ist allerdings absehbar, dass das Land Bremen seine selbstgesteckten Klimaziele bis 2030 verfehlen wird.
Der am 09. Juni 2026 vorgelegte Hitzecheck der DUH hatte u.a. das Verschwinden von deutschlandweit 900.000 Stadtbäumen seit 2018 sowie den weiteren Verlust der so dringend benötigten Grünflächen aufgezeigt, während die Hitzebelastung sich jedes Jahr zuspitzt. Für Bremen wurde im Hitzecheck 2026 über den Zeitraum von 2018 bis 2025 ein Baumverlust von 19.714 Bäumen, für Bremerhaven von 3.935 Bäumen ausgewiesen. Bei der Einwohnerverteilung nach Hitzebetroffenheit kommt Bremen mit 27,27 Prozent in der Auswertung nicht gut weg und erhält in der Kategorie glatt rot, in der Gesamtwertung gelb.
Zusammen mit zahlreichen Bündnispartnern, darunter dem bdla, hat die Deutsche Umwelthilfe eine Petition mit Forderungen an die Bundespolitik gestartet. Gefordert werden gesetzliche Maßnahmen zum Schutz und Ausbau von Stadtgrün als Hitzeschutz.
- Flächendeckende Baumschutzordnungen
- Verbindliche Mindeststandards für Stadtgrün (3-30-300-Regel)
- Fällungsverbot mit 3:1-Nachpflanzpflicht
- Sicherung von Pflege/Bewässerung
- Anerkennung von Stadtgrün als öffentliche Gesundheitsinfrastruktur
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((Beitragsbild oben: Umweltsenatorin Dr. Henrike Müller (Bündnis 90/Die Grünen) | Bildquelle Senatspressestelle))





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