Kleine Weser: Sport auf dem Wasser wird wieder möglich
Die Sperrung des Werdersees und der Kleinen Weser außerhalb der offiziellen Badezone wegen der Wasserpest hat für viele Wassersportler einen großen Einschnitt bedeutet. Ab 31. Juli ist Wassersport mit Rettungsweste zumindest in einem Teil der Kleinen Weser wieder nöglich – Schwimmen bleibt aber weiterhin ausschließlich in der Badezone erlaubt.
Nach einer Begehung mit Vertretern der Sportvereine sowie der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) und Einsatzkräften der Feuerwehr wurde festgelegt, dass die Kleine Weser vom Steg nördlich der Fahrradbrücke am Deichschart – Höhe Schwankhalle/Umgedrehte Kommode – bis zur Bojenkette vor dem Wehr Kleine Weser für den Wassersport oberhalb der Wasserfläche genutzt werden kann. Einzige Bedingung: Die Sportlerinnen und Sportler tragen Schwimm- oder Rettungswesten. Schwimmen ist in der Kleinen Weser weiterhin aus Sicherheitsgründen verboten.
Warum nur mit Rettungsweste?
Die Pflicht zum Tragen einer Schwimm- oder Rettungsweste besteht für Sportler, weil in der Kleinen Weser derzeit nur eine sogenannte Oberflächenrettung möglich ist. Der Grund ist, dass durch den Bewuchs mit der Wasserpest am Grund bis nahe der Wasseroberfläche keine Rettung durch Taucher erfolgen kann. Das angeordnete Tragen einer Schwimmhilfe soll Auftrieb gewährleisten und damit im Notfall eine Rettung an der Wasseroberfläche ermöglichen. Das Räumen der Badezone hat gute zwei Wochen gedauert und Kosten in Höhe von fast 28.000 Euro verursacht, die die Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft und der Senator für Inneres und Sport zu gleichen Teilen tragen. Damit das Baden an dieser Stelle bis zum Ende der Badesaison möglich bleibt, werden die Behörden erneut tätig werden, sollte sich die Wasserpest dort wieder ausbreiten.
Um die Nutzung des kompletten Werdersees und der Kleinen Weser für den kommenden Sommer und die Folgejahre zu ermöglichen, stehen die Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft und der Senator für Inneres und Sport derzeit im Austausch mit Kommunen, die bereits Erfahrungen mit dem Management der invasiven und sehr konkurrenzstarken Pflanze in Badegewässern haben. Auch die Anschaffung eines leistungsfähigen Mähbootes wird derzeit von beiden Ressorts mit Hochdruck geprüft. Die Pflanze vollständig zu entfernen ist jedoch nach fachlicher Bewertung nicht realistisch.
Bildquelle: Fotolia











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